Das, schon fast einsame Heim auf dem Showground in Nimbin ist kaum zu übersehen, und bietet mir für ganze acht Tage hier eine wunderbar reflektierende Zeit.
Das Außen verändern, indem wir das Innen verändern… Liebe/r Der Wunsch für einen „Guten Morgen“ kommt vom der Traber-Bahn in Casino einem ländlichen Ort nicht fern der Nord-Ostküste Australiens, und wenn ich sage „Guten Morgen“, dann meine ich das auch in aller
Konsequenz Und natürlich, für einen wie ich das bin, ist das leicht zu behaupten, immerhin wache ich an den meisten Tagen mit den Sonnenstrahlen am Horizont auf, höre den Gesang der Vogelwelt und entlasse so meinen Traum der Nacht langsam in einen von Sonne und Wärme getragenen Tag. Dazu kommen dann vielleicht noch die Hornkonzerte Mozarts bis mein Herz überfließend zum Keyboard greift, um Dir zu schreiben.
Eigentlich geht es ja um eine simple Kleinigkeit, der
Seelenfreude Raum zu schaffen, damit der Enthusiasmus uns durch den Tag tragen kann. Es ist die Aufmerksamkeit, dem Denken der Gedanken nicht Überhand über unser Lebensgefühl zu geben. Wir alle sind von einer Gesellschaft geprägt, in deren Welt wir hineingeboren scheinen. Sie funktioniert nach ganz bestimmten Richtlinien, in welchen das sogenannte „Böse“ seinen festen Platz zu haben vorgibt. Gehen wir aber davon aus, das Bosheit allein auf Nicht-Wissen
beruht, also über die eigentlichen Gründe unseres Handelns nicht informiert ist, dann öffnet sich ein Potential der Entwicklung für unsere Welt, wie wir uns es nur wünschen können.
Der Abenteuer bereite Rentner präsentiert sich vor der Karte des großen National Parks "Nightcap", um seine Fähigkeiten zu überprüfen.
Sich immer wiederholende Handlungen, welche unsere Welt mit Hass, Neid und Gewalt füllen, verursachen in uns einen Rückzug in unsere eigene „Kleine Welt“! Das wir selbst aber im Mittelpunkt der globalen Entwicklung stehen, will uns einfach nicht so wirklich ins Verständnis gereichen. Die Komplexität unserer eigenen Psyche in Kombination mit dem Element des Bewusstseins,
verkörpert das Potential aller je möglichen Entwicklung. Mit anderen Worten heißt das, das solange wir selbst ein Resultat unserer Umwelt zu sein glauben, es kaum eine Veränderung in dieser geben wird. Im Zentrum der eigenen Entwicklung stehend, sind wir dazu angehalten die Führung für diese zu übernehmen! Das klingt zunächst vielleicht unerwartet und ein wenig bedrohlich, denn wie sollte ich als Individuum die Dunkelheit (Unwissenheit) meiner Prägung
überwinden? Diesbezüglich gibt es sicher so einiges, was wir verinnerlichen sollten. In vorangegangenen Briefen schrieb ich schon ausführlich über den Unterschied zwischen Gedanken und Bewusstsein. Bewusstsein ist das Element, welches uns ausmacht. Durch seinen Einsatz können wir unsere eigenen Gedanken wahrnehmen, und somit auch bestimmen. Hinzu kommt die Wahrnehmung, das Gedanken prinzipiell zunächst einmal durch uns hindurch ziehen. Sie kommen und
gehen! Kaum ein Moment unseres Tages ist vom selben Gedanken besetzt. Wir mögen ihm, dem Gedanken, erlauben wieder zu erscheinen. Wir mögen ihn wiederholt denken, und vielleicht sogar von dem Gefühl dominiert sein, welches uns sagt: „Ich werde diesen Gedanken nicht los das…..!“ Genau in diesem Moment des Geschehens liegt unsere Chance zu wachsen. Ja, sogar zu erwachen! Wir nehmen den Gedanken – den wir nicht loszuwerden scheinen – bewusst wahr. Somit bekommt unser Bewusstsein Aufmerksamkeit.
Es nimmt den Gedanken wahr! In der, anfänglich als Bemühung zu bezeichnenden Aufmerksamkeit, liegt ein grundlegender Wandel vom Opfer der Gedanken, zum Täter des Bewusstseins. Das Wunderbare ist, mit der Identität im Bewusstsein, treten wir in die Verantwortung unseres Lebens. Wir werden frei! Wir lernen frei zu entscheiden und können somit auch unsere Gefühle beeinflussen.
Der gut sichtbare und auch begehbare Pfad durch den Wald täuscht über die kommenden Herausforderungen leicht hinweg. Später dann geht es steil runter und genauso steil wieder rauf!
Während tatsächlich die gesamte, natürliche Funktion aller Erscheinung im Leben, die Pflanzenwelt, die Tierwelt, das Wetter, die um die Sonne kreisende Erde usw. sich nach einer festgesetzten Gesetzgebung verhalten, ist der Mensch, durch seine ganz spezifische Fähigkeit der bewussten Wahrnehmung in der Lage, nicht nur sich über diese Gesetzmäßigkeit zu erheben, sondern sie maßgeblich zu beeinflussen. All
das ist nur möglich, wenn wir die Bereitschaft zeigen, der Ursache, dem Universum, der Schöpfung, Aufmerksamkeit zu geben. Es geht um eine Aufmerksamkeit, die so gezielt eingesetzt, die Ursache aller Existenz, in jedem Augenblick des Lebens, erlernt und geübt, zu erkennen. Warum sollte das so schwer sein? Sind nicht die Grundlagen allen Geschehens, die Ursachen aller Existenz so bemerkenswert, dass der große Zusammenhang, die Schönheit der Musik, die Farben, die
Funktionsfähigkeit eins menschlichen Körpers, die Fähigkeit zu denken und zu sprechen, die Luft, der Regen, das Licht und die ziehenden Wolken so unfassbar präsent, dass das Aufkommen persönlichen Missmuts aufgrund zwischenmenschlicher Beziehungen, zu einer achtlosen Handlung wird!? Ich weiß, diese Perspektive ist uns allen nicht fremd, und doch scheint sie von so weit hergeholt, weil das persönliche Leben eines Menschen einen, so alles beanspruchenden Raum
einnimmt. Dieser Umstand jedoch gibt dem menschlichen Verhalten keineswegs die volle Berechtigung. Wir können, dürfen, müssen uns unseres Zustandes bewusst werden. Wir müssen, dürfen erwachen. Wir sind mit dieser Fähigkeit ausgestattet und somit dazu verpflichtet sie anzuwenden! So stellt sich die Frage: „Was muss ich tun, um dieser Krönung aller menschlichen Fähigkeiten Folge zu leisten?“ Hier kommt, wie bei allen
grundlegend verändernden Handlungen, das Attribut der Stille zur Geltung. Wie soll ich einer herausfordernden Situation, in Gegenwart eines anderen Menschen begegnen, wenn ich keinen Rückzugsort, keinen neutralen Ausgangspunkt, kein wirkliches Fundament habe!?
Ein Blick aus dem Wald in die darunter gelegene Landwirtschaftlich genutzte Fläche, erlaubt uns eine Perspektive dieses "Juwel" der Natur auf der Höhe der Berge einzuschätzen.
Die Stille in uns beinhaltet die gesamte Schöpfung. Alles Wissen, alle Weisheit, das gesamte Licht der Erleuchtung, alles ist dort bereist vorhanden.
Wir kommen also als Mensch mit dem gesamten Paket! Es gibt quasi nichts, was wir von außen bekommen müssten. Alles ist in dieser inneren Stille enthalten. Somit ist die Welt und alles, was wir Außen
nennen ein Spiegel für uns, sodass wir erkennen können, wer und was wir sind. Um jedoch ein wirkliches Bild von Bestand von uns zu bekommen, müssen wir zunächst die Stille zulassen. Und mit dem letzten Wort, sind wir bereits bei der wichtigsten Fähigkeit. Das „Zulassen“ spielt die entscheidende Rolle in unserer Entwicklung! Meditation, eine Wortbezeichnung, die wir einsetzen, wenn es um das Praktizieren von Stille geht, legt uns nahe, dass wir es sind, die etwas
tun. Wir setzen Techniken ein, um unseren Geist dazu zu veranlassen loszulassen.
Gestürzte Baumriesen geben vielen Kleinstlebewesen Nahrung und Unterschlupf. So ist jeder, auch noch so kleine Raum, mit Leben gefüllt. Alles hat seinen Platz, alles ist vollkommen und wir sind mittendrin.
Anfänglich sind das legitimierte Ansätze. Es geht jedoch darum loszulassen und zuzulassen. Unser Geist kann nicht aufhören zu denken. Gedanken kommen, und Gedanken gehen, unaufhörlich. Allein, dass unsere Aufmerksamkeit nicht im Kreise der Gedanken gefangen sein soll, sondern in der Stille des reinen Bewusstseins weilt. In dieser Stille reinen Bewusstseins, sind eben nicht nur unsere Gedanken,
sondern alle enthalten. Unsere Gefühle, die sensible Wahrnehmung unserer Sinne, eben alles Gegenwärtige. Um hier ein größeres, vielleicht verständlicheres Bild einzusetzen, will ich auf den gigantischen Raum aufmerksam machen, aus dem alle Existenz hervorgeht. All unsere großen Persönlichkeiten, zu denen auch Einstein und Mozart gehören, bekamen ihre Inspirationen aus diesem Raum. Derselbe Raum, dieselbe Stille, ist auch in uns! Ihre natürlichen Attribute
sind, Freiheit, Friede und Liebe!
Die klammernde Feige kostet ihrem "Wirt" das Leben, setzt aber dasselbe in neuen Formen fort. Erst die Erkenntnis, dass alles der gleichen Quelle entstammt, bringt Leben und Tod zusammen.
Das Video zum Text kommt in wenigen Tagen!
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Mit Grüßen aus dem Djungel! Richard C Rickert
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