Das Wasser was sich wagemutig in die Schlucht der Apsley Falls stürzt, trug wesentlich zu ihrer Entstehung bei.
Ein schönes Erwachen Liebe/r Während bei Dir winterliche
Temperaturen das Leben bestimmen, erwache ich zu strahlendem Sonnenschein, der einladende Lichtblicke durch die Fenster meines rollenden Hauses schickt. Das Grün der mich umgebenden Vegetation bedenkt meine Augen mit der sanften Berührung, die sie gerade am frühen Morgen besonders gebrauchen können, und das Blau des Ozeans, der mir hier in aller Nähe vor den Füßen schwappt, singt mir eine Harmonie, wie sie mich gerade mit Leichtigkeit erfüllt.
Am Rande des größten Ozeans der Welt. Der Pazifik zeigt seine Farben.
Die Küste des großen, trockenen Kontinents hat mich wieder! Hier treffe ich alte Freunde und lass mich ganz auf deren Leben ein. Und ja, es ist gewissermaßen erstaunlich, welche Werte hier im Wesentlichen zum Tragen kommen. Eigentlich alles Werte, die jeder von uns gern hochhalten würde. Und doch gibt es Regeln und Maßstäbe, nach denen wir uns richten, die uns sagen: Später! Dabei ist in vielen
Fällen ein „Später“ gar nicht unbedingt eingeschlossen. Plötzlich ist das Leben vorbei. Wir haben eine der großen Erinnerungen übersehen. Haben uns an sie gewöhnt. Wurden vom allgemein verfälschten Blick auf die Welt mitgerissen und nahmen so die Einstellung an, dass alles eine gewisse Unvergänglichkeit besitzt. Und das tut es auch! Nur allein die materielle Erscheinung, und damit unser Körper, gehört in die Kategorie der Vergänglichkeit. Jeder Todesfall, jeder Sterbende,
ganz besonders wenn er unserem inneren Familienkreis entstammt, sollte uns an diese Vergänglichkeit erinnern. Und was macht diese Erinnerung mit uns? Sie setzt neue Maßstäbe für unser Verhalten, während wir einen Körper unser Eigen nennen. Aber darüber später mehr, nachdem wir die zweite, für uns wichtige Information aufgearbeitet haben.
Tief, tief geht's hinab in die Apsley Schlucht. Der Zahn der Zeit hat hier eine Schlucht gegraben in deren Veränderungen wir, aufgrund unserer Kurzlebigkeit, spazieren gehen können.
Denn es ist eben nicht gerade so, als würde uns der Zusammenhang zwischen körperlicher Existenz und seelischer Realität vollkommen vorenthalten. So leicht wie der Tod zu uns Menschen, und allem, was lebt kommt, so viele Erlebnisse erzählen uns die zurückgekehrten Verstorbenen über das darauf Folgende.
Nicht etwa, dass sie uns die gleiche Geschichte wiedergeben würden. Manche sind zwar ähnlich, aber
nicht ähnlicher als manche Menschen uns sind. Andere erfahren den Zustand, in welchem sie sich finden auf einzigartige Weise. Alle jedoch, und das betrifft alle der vielen Berichte, die ich bisher hörte, gehen aus diesem Todeserlebnis geläutert, voller Hoffnung und mit weitgreifend veränderten, positiven Wahrnehmungen über ihr neu erwachtes Leben hervor. Abrufbar im Internet sind diese persönlichen Berichte unter: Nahtoderlebniss, oder NDE. (Near Death Experience) Wir haben also zwei
Begebenheiten, die uns auf spezielle Weise daran erinnern wer und was wir als Mensch sind. Großartig! Das wissend sollten wir ein Leben gestalten können, was nicht nur uns selbst erfüllt, sondern auch anderen in unserer Umgebung einen Funken der Hoffnung zusendet. Der große Sokrates ließ uns vor vielen tausend Jahren wissen: „Ich weiß, dass ich nichts weiß!“
Wir dürfen also bescheiden davon ausgehen, dass die Welt, so wie wir sie erleben, wesentlich mehr beinhaltet, als wir in der Lage sind wahrzunehmen. Das in sich selbst sollte hoffnungsvoll stimmen! Das größte Übel, mit dem wir im Leben zu tun haben, ist nicht der „Andere“, die „Gesellschaft“, oder das „Schicksal“, was uns zufällt, sondern die Art und Weise,
wie wir darüber denken. Das „Denken“ nimmt für unser Identität als Persönlichkeit eine besondere Rolle ein. Ein einmal aufgenommener Gedanke, wird sehr leicht von uns wiederholt, verändert seinen Ausgang und wird so benutzt, um eine Stellung diesbezüglich zu ergreifen, um unsere Person möglichst schmerzfrei durch die ihn betreffende Situation zu bringen. Oftmals haben solche Gedanken depressive Folgen. Aber selbst, wenn sie das nicht haben, verlaufen wir uns in einer
der vergänglichen Formen unseres Körpers. So wie die Gedanken in unserem Gehirn kommen und gehen, so kommt und geht der Körper selbst. Darüber steht die Instanz des Bewusstseins, über welche wir uns selbst, unter anderem auch als Körper gedankenfrei wahrnehmen.
So zeigt sich unsere Erde, und so beeindruckt dürfen wir von dem sein, was wir selbst sind. Unsere persönliche Geschichte, ist allein der Teil an dem wir lernen.
Es ist diese Gedankenfreiheit, welche den entscheidenden Unterschied macht. Sie erlaubt uns das reine Sein, und mit ihm, den Anschluss an alle Existenz, gleichgültig ob sie atmet, im Sinne von Ein- und Ausatmen, oder eine bewegungslose Gegenwart aufweist.
Haben wir diesen Schritt unserer eigenen Gegenwart einmal akzeptiert, haben das reine, von Gedanken unberührte Sein erfahren, so wird uns offenbar, dass alle
Existenz aus dieser „formlosen Substanz des reinen Bewusstseins kommt“. Und zwar „Jetzt“, hier in diesem Leben, in unserer Zeit! Im Kern ist dieses Bewusstsein was wir sind, und dennoch fühlen wir uns zunächst als eine von ihm getrennte Form. Es bedarf einer gewissen Anstrengung, einer Konzentration unserer Wahrnehmung, den Zustand der Trennung aufzulösen, um uns als Ganzes zu erfahren. Gleichzeitig bleiben wir immer eine persönliche Variante der Unendlichkeit. Die
persönliche Variante dieser „formlosen Substanz“, welche wir in religiösen Geschichten als „Gott“ bezeichnen, oder in anderen Kreisen als „Universum“, erkennt zweierlei: Die angeborene Begrenzung der körperlichen Identität in Zeit und Raum, und ihre ewige Existenz als kreativer Geist jenseits von Zeit und Raum. Diese Grundexistenz jenseits von Zeit und Raum, verbindet uns als, und über das Bewusstsein, mit dem ewigen, unendlichen Geist. Der „Große Geist“ selbst ist dabei unsere
eigentliche Identität, bleibt aber für uns nur über unsere angeborene Kreativität zu erreichen, während er unser Leben mit Hoffnung und dem Wissen der Unendlichkeit erfüllt. Unsere Aufgabe ist es, unseren Lebensinhalt in dieses Wissen zu integrieren und ihm dadurch einen persönlichen Ausdruck zu verleihen der aufgrund seiner positiven Folgen unsere Umwelt mit einschließt. Der besondere Einfluss, den dieses Wissen auf unser Leben und dessen Inhalt nimmt, ist ausschließlich
positiv. Selbst das, was wir als körperlich, oder seelisch schmerzhaft empfinden, wird in seinem Resultat als etwas erkannt, was uns der Lebensquelle näherbringt. So verändert sich ein Lebensverlauf aus dem „Suchen im Dunklen der egoorientierten Persönlichkeit“, zum „Erwachen in die Licht bestimmte Identität einer ewigen Seele“!
Das Leben wird zum Fest! Selbst Betätigungen, denen wir einst widerstrebend entgegensahen, werden zum Dienst an uns selbst, zum Dienst an der Zeit, zum Dienst am Nächsten, und erfüllen uns mit der Genugtuung, der Wanderung unserer eigenen Seele im Wandel der Zeit gedient zu haben. Dabei wünsche ich Dir viel Freude!
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Mit herzlichen Grüßen von Down Under
Richard C Rickert
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