Ähnlich wie diese Baumriesen entsteht alles Leben, alle Existenz, aus dem selben Lebensmuster, aus der selben Kraft!
Eine “kosmische” Gegenwart Liebe/r Seit einer Woche nun, lebe ich im gefühlten Niemandsland. Und wie es das Leben so will, bringt dieses Gefühl auch eine Infektion mit sich. Nein, zweifeln tue ich deshalb nicht, die Einschränkung
des Müßiggangs jedoch ist nicht von der Hand zu weisen. Dann soll ich mich wohl weiterbilden, sage ich mir, lege mich aufs Bett und hole meine vielen schlauen Bücher hervor. Die Veränderung meiner Gedanken bleibt nicht aus. Ist doch das "tägliche Brot" unbedingt die Inspiration. Ansonsten müssen wir in unserer Zeit ja wohl eher darauf achten den Geschmacksgenüssen nicht ganz zu verfallen :)
Ein befreundetes Ehepaar, in ihren Achtzigern und immer noch
fahrradreisend, bedachte mich mit einem Buch das Erinnerungen an die Siebzigerjahre weckte: Michio Kushi's Buch über Makrobiotik und seinem "Universellen Weg zu Glück und Zufriedenheit" durch die Beachtung von Yin und Yang. Nun, die Folgen eines erweiterten Verständnis und einer gesunden Lebensweise, sind nicht von der Hand zu weisen. Wenn es einer Eigenschaft bedarf um weniger zu Leiden und um auf dem Weg des Lebens voranzuschreiten, dann ist es sicher die Praxis und die damit
verbundene Disziplin.
Auch der Organismus dieser Giganten folgt einem vorgegebenen Muster. Er strebt dem Licht entgegen. Wir sind nicht anders, aber können uns entscheiden, ob wir ein Ziel anstreben in Harmonie mit dem was wir sind, oder uns nach dem Prinzip "Geiz ist geil" gegen einander wenden.
Hier im Land der wohl ältesten Kultur der Erde, in der es kaum eine andere Überlieferung gegeben hat als die Verbale, komme ich kaum darum herum, zu erkennen welch ausschlaggebende Wirkung Geschichten haben. So erzählt Michio Kushi in seinem Buch über die Gegensätze von Yin und Yang eine Überlieferung aus der Bibel, in der es heißt: Jesus wurde nach der Ankunft des Reiches Gottes gefragt und
antwortete: "Das Reich Gottes ist nichts anderes als diese Welt. Es kommt nicht durch Erwartung. Niemand wird sagen: "Schau hier, oder schau dort! Das Königreich des Vaters ist bereits da, doch niemand sieht es!" Und er führte weiter aus: "Wenn man dich fragt woran der Vater in Dir zu erkennen ist, antworte, es ist eine Bewegung und eine Rast!" Diese Geschichte könnte unseren Glauben unterstützen. Besser jedoch ist, wenn wir erkennen aus welchem Grunde es überhaupt zum
Glauben kommen muss, und was es ist, was diesen Glauben durch Erfahrung ersetzen kann. Folgender Zusammenhang ergibt sich aus menschlichen Beweggründen: Während bestimmte Attribute zu den Grundeigenschaften eines Menschen gehören, sind wir oftmals dazu motiviert sie durch Geiz und Macht ersetzen zu wollen. Die Grundattribute sind: Freiheit, Friede, Freude und Liebe. Erleben wir diese, ist unser Leben erfüllt. Vermissen wir sie, kommt vielfach das
lebensnotwendige Ego zum Einsatz. Ursprünglich ist das Ego dazu da, unser Überleben zu sichern. Fehlen die Grundattribute jedoch, bläht es sich auf und strebt stattdessen nach mehr Besitz, Sicherheit und Macht.
Der Reichtum ist bereits vorhanden. Ihn zu fördern und gezielt zu ernten ist unsere Aufgabe. Wie erfolgreich sind wir, wenn wir diese dankbar annehmen, teilen und damit alle satt werden!?
Wollen wir hingegen unser Bedürfnis nach den Grundattributen, dem Leben entsprechend, befriedigen, sollten wir das, was die biblische Geschichte aus der Vergangenheit erzählt, hier und jetzt erleben. Die Wahrheit von vor Zweitausend Jahren ist heute noch immer dieselbe und genauso aktiv wie damals. Im Vergleich zu damals, mag sich unsere Zeit durch gezielte Ablenkung hervortun. Erkenntnisse zu
haben, und diese anzuwenden und auszuleben, bedarf jedoch einer gewissen Disziplin. Eine solche zu erlangen und erfolgreich anzuwenden, erfordert gewisse Voraussetzungen. Uns muss klar sein, dass jede alternative Befriedigung unserer Bedürfnisse nur von kurzer Dauer ist. Dagegen ist das Erfahren der Grundattribute gleichzusetzen mit einem erfüllten Leben. Tatsächlich ist es ja oft so, dass eine "Eskapade", sagen wir ein übertriebener Tanz-Exzess, ein zu tiefer Blick ins Glas, oder
ein übertriebenes Schwelgen in sexueller Aktivität, zu Energieverlust führt, der nur durch Zeit und Aufmerksamkeit korrigiert werden kann. Richten wir unseren Fokus jedoch auf eine regelmäßige Praxis, wie z.B. der Meditation, die dazu beiträgt, unsere Sensibilität im Alltag zu schulen, kann hier selbst der geringste Einsatz weittragende Veränderungen bewirken. Immerhin geht es um die Augenblicke unseres Lebens! Wir hatten an früherer Stelle schon einmal erwähnt
welche Form der Zeit unseres Lebens den eigentlichen Einfluss auf uns selbst und auf unsere Umgebung hat. Vergangenheit besteht ausschließlich in unserer Erinnerung, während Zukunft uns vielleicht nie erreichen wird. Der einzige Zeitraum, der tatsächlich relevant für unser Leben ist, ist der Augenblick den wir als "Jetzt" bezeichnen. In ihm erfahren wir unser Leben. In ihm entscheidet sich ob wir erfüllt sind, oder ob wir Gedanken an die Vergangenheit oder der
Zukunft nachhängen.
Die natürliche Gegenwart kam schon immer mit dem Potential ein Paradies für uns zu sein. Erst der Eindruck für uns allein wirtschaften zu müssen hinterließ das verzehrte Bild der Trennung.
Der Augenblick der Gegenwart kommt mit einem besonderen Bewusstsein! Erinnern wir uns an die Hinweise aus der Bibel, auf welche Weise der "Vater" sich bemerkbar macht, so erinnern wir uns an eine "Bewegung" und eine "Rast". Beides ist in unserem Atem zu finden. Wir atmen ein, der Brustkorb hebt sich, die Lungen werden mit Luft gefüllt. Dann atmen wir aus. Verharren in der Rast, und atmen
erneut! Der Atem stellt die Bewegung, der Ruhepunkt danach das reine Bewusstsein! Je mehr wir lernen in diesem Bewusstsein durchs Leben zu gehen, desto mehr kann die schöpfende Kraft (der Vater/die Mutter/Gott/das Universum) unser Leben beeinflussen und führen. Was unser Bewusstsein allein davon trennt, ist der Intellekt. Nicht das der Intellekt deswegen negativ besetzt wäre. Durchaus nicht! Er ermöglicht uns unser Leben zu navigieren. Vom Gehirn erbrachte Gedanken
können aufgegriffen werden um Ziele zu verfolgen und Zusammenhänge nachzuvollziehen. Allein unsere Identifikation damit ist ein wesentlicher Fehler. Er verleitet uns dazu der Welt mit einer Persönlichkeit zu begegnen, deren Ziel es ist, zu gewinnen, größer zu werden, uns zu profilieren usw.. Dergleichen braucht immer ein Gegenüber, einen Gegener, der verliert, kleiner ist und weniger kann und besitzt. Dabei kommen wir alle aus der gleichen Lebensquelle.
Der Blick in eine Welt, die uns nicht nur hervorbrachte, sondern in der Lage ist, uns alle satt zu machen.
Und Letzteres möchte ich hiermit noch einmal betonen: Die Schöpfung, oder auch die Entstehung des Lebens, wurde nicht einmal in Gang gesetzt und dann sich selbst überlassen! Sie ist zwar in, für uns Menschen, unermesslichen Zeiträumen erstanden, wird aber, für uns hier und jetzt erfahrbar, von der einen Kraft erhalten und ausgeführt! Das sogenannte Göttliche ist also nicht irgendwo anders, sondern jetzt hier,
aktiv und gegenwärtig!
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Mit den besten Grüßen von der südlichen Hemisphäre
Richad C Rickert
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