Die Krohnen der Bunyas - eine 200 Millionen Jahre alte Baumart - thronen über dem tropischen Regenwald wie unser "Ich" über den Vielfältigkeiten unserer Persönlichkeit.
Tägliche Herausforderungen... Liebe/r Eine der wesentlichen Feststellungen, die ich wiederholt mache, ist das wir alle, nicht nur in unseren täglichen Bedürfnissen, sondern in unserem
generellen Verhalten, sehr ähnlich sind. Klar, wir lieben Alleinstellungsmerkmale, Aussehen und Verhalten, was sich eindeutig auf uns als Person beziehen lässt. Schließlich ist es ja die Person, das Individuum um welches wir bangen, dass es sterben muss. Dabei beinhalten wir, über unsere Persönlichkeitsmerkmale hinaus, solch unglaubliche Fähigkeiten und Eigenschaften, dass jene, auf uns als Individuen deutende Merkmale, im Licht unseres "Größeren Selbst"
verblassen. Dabei gehe ich davon aus, dass die meisten von uns, diese Wirklichkeit durchaus kennen, sie aber mehr oder weniger unterdrücken, damit das soziale Gefüge nicht aus den Angeln gerät. Letzteres hat für mich, in meinem Leben, durchaus stattgefunden. Dabei war ich mir derzeit nicht einmal darüber klar, dass ich eine solche Reaktion herausfordern würde. Danach lebt es sich relativ ungeniert! Der einzige Referenzpunkt liegt in dem was atmet, und auch
wenn ich doch immer wieder dem Glauben verfalle, das selbst zu tun, so übernimmt dann die größere Wirklichkeit, in offensichtlichen Momenten, erneut die Führung.
Diese beiden Kollegen (Varane) hatten sich wohl schon an die Besucher des Parks gewöhnt, und warteten darauf, dass für sie was abfällt.
Ja manchmal wird mir diese Führung durchaus auch durch Dich zu teil. Durch all die, welche meine Texte lesen. Mir scheint es, als wenn Worte, die wie Perlen auf eine zusammenhängende Schnur gezogen sind, und immer wieder nachlesbar bleiben, eine Form der Kommunikation darstellen, die ich einfach nur als Privileg der Kreativität zu bezeichnen weiß. Auch an dieser Stelle, kennt die Dankbarkeit der
Erkenntnis keine Grenzen! Wohin also führen die "täglichen Herausforderungen"? Wir sollten davon ausgehen, dass wir, obwohl der Eindruck der momentanen Individualität übermächtig erscheint, wir trotzdem ein integraler Teil der Welt sind, die sich da, scheinbar außerhalb von uns, manifestiert. Nein, nicht das die Beschreibung einer "Manifestation" weniger real wäre, als die der "knallharten" Realität. Die physikalische Wirklichkeit ist einem Traum ähnlicher, als der
Welt die wir für real halten, auch wenn der Schmerz uns eines Besseren zu belehren sucht. Das aber nur am Rande, wir wollen auf eine effektive Fähigkeit die täglichen Herausforderungen zu meistern, hinaus.
Hier fällt der Blick in die Weiten des Conondale National Parks. Durch Jahrzehnte dauerndes Holzen, sind die Höhen heute von Eukalyptus bewachsen. Dabei handelt es sich um meist sehr geradlinig gewachsene Bäume, die auch leicht schon mal über einen Meter Durchmesser haben können. Regenwald wie er hier einmal dominierte gibt es nur noch in den wirklich unzugänglichen unteren Bereichen des
Waldes.
Dazu ergeben sich zwei grundlegende Verhaltensweisen, welche beide immer wieder zur Anwendung kommen. Spezifische Erläuterungen zu diesen können wir hier nur Effekt nehmen, wenn uns klar wird, wie intim diese mit unserer Selbstwahrnehmung verflochten sind. Das Denken wird gesellschaftlich in direkten Zusammenhang mit den Funktionen unseres Gehirn gestellt, produziert Verhaltensweisen, welche mit unserer
Persönlichkeit konform laufen, und erzeugt dabei, ganz beiläufig, das unverzichtbare Bewusstsein. Wer will sich damit schon auseinandersetzen!? Das ist, für die meisten von uns, eher ein Thema für die philosophischen Werke der Universitäten. Und damit geht das Licht der Erkenntnis auch schon meistens aus. Dabei handelt es sich keineswegs um Erkenntnisse zu denen wir die Fähigkeit einer größeren Intelligenz einsetzen müssten. Nein, jeder von uns, egal wie
einfach oder wohl artikuliert, hat sich mit den gleichen Problemen im Alltag auseinanderzusetzen.
Eine farbliche Gestaltung der Wohnwagen-Decke hat sich dauerhaft gelohnt! Wieviel Zeit verbringen wir im Bett? Dabei fällt der Blick immer wieder auch unter die Decke, und wird so zu neuen Spiralen kreativ angeregt.
Bringen wir unsere Persönlichkeit in die Lösung eines Problems, so liefert die Geschichte unserer Prägung als Person, den Mamut Anteil der Wirkungen. Mit anderen Worten; überwiegt unsere Meinung an Gewicht im Meinungsaustausch, müssen wir gewinnen und bestätigen dadurch unsere Identität als Person. Fast erscheint mir eine solche Situation als tragisch. Und das ist sie auch! Denn, in aller Konsequenz, resultiert
sie in offenen Kriegen, sowohl unter Nachbarn, als auch unter Nationen. Das ist die Frucht des "Baums des Wissens", in Zusammenhang mit der christlichen Geschichte. Einmal an sich gerissen, waren wir, dieser Geschichte entsprechend, dazu verdammt, das Paradies zu verlassen. Tatsächlich bezieht sich unsere globale Gesellschaftsform fast ausschließlich auf den Intellekt. Wir sind herausgefordert und gewohnt alles zu beurteilen, alles zu benennen, zu kategorisieren
und als Gut oder Schlecht einzustufen. Verweigern wir, auch in Zukunft, ein "darüber Hinauswachsen", ist unsere Welt, über Kurz oder Lang, zum Versinken im Morast der Zerstörung verdammt. Was also wäre eine einsetzbare Alternative. Was ist mit dem "darüber Hinauswachsen" gemeint? Es geht tatsächlich um die vielgepriesene "achtsame Wahrnehmung"! Sie steuert sich aus einem eigenen Element und hat insofern nichts mit unserem geschulten Denken zu tun. Auf
diesem eigenen Element beruhen alle unsere Fähigkeiten, einschließlich der Fähigkeit zu denken.
Wohl kaum eine Umgebung hat soch inspirierende Auswirkungen auf uns wie dieser Ur-Wald. Seine Formen und Farben kennen keine Grenzen. Dazu lebt alles und bewegt sich nach eigenem Willen.
Ich darf dieses Element, das Bewusstsein, als Raum- und Zeitlos bezeichnen, da es weder Form noch Differenzierung kennt. Es ist einfach... und damit haben wir auch schon eine wesentliche Eigenschaft dieses Grundzustandes beschrieben. Wie jeder Erscheinung dieser Welt, ob lebendig oder statisch, unterliegt alles einem "schöpferischen Muster", einer Blaupause, deren offensichtliches Ziel es ist, alles in Harmonie mit
allen anderen Formen seines Ausdrucks erscheinen zu lassen. Denken wir dabei an die Funktionen unseres Körpers, so bleibt uns nichts anderes übrig, als das Denken abzuschalten, um den Atem, vor lauter Staunen, in Verzug zu bringen. Es gibt tatsächlich keine personenbezogene Schlussfolgerung, die eine berechtigte Erklärung dafür hätte. Was also hält uns davon ab, dem "Über-Ich" einen Platz in unserem Leben einzuräumen? Warum, fällt es uns so schwer, die Führung
unseres Lebens, und damit seinen Verlauf, abzugeben? Wir sind nicht das was wir als "Ich" bezeichnen. Oder wenn wir es sind, dann beschreibt das "Ich" eine Instanz, die so unvergleichlich viel größer ist als das was wir an Persönlichkeit aufbringen könnten, dass diese "Persönlichkeit" sich als offensichtliches Nebenprodukt entlarvte.
Die Bezeichung für dieses Werk menschlicher Ambition ist "Strangler Cairn". Übersetzt heißt das soviel wie "Strangulierender Steinhaufen". Bei erster Betrachtung macht das eher weniger Sinn. Erst der Ort, der mitten im Djungel liegt und seine direkte pflanzliche Umgebung, machen den Sinn. Umgeben von Strangler-Figs, liegt diese Schöpfung auf eine, wohl extra dafür geschaffenen
Lichtung. Ansonsten erreicht das Sonnenlicht eher selten den Boden des Waldes.
Knüpfen wir also nochmals an das Element der "Achtsamkeit", welches uns als Grundlage jeglicher Wahrnehmung dient, und ohne welches wir sogar ein Leben in Ignoranz nicht führen könnten. "Bewusstsein" wird zwar immernoch von unserer Wissenschaft mit der Fähigkeit zu denken in Verbindung gebracht, kann aber, aus den verschiedensten Blickwinkeln betrachtet, heute schon als eigenes Element erkannt
werden. Selbst die Bezeichnung Element geht dabei an seiner Eigenschaft der übergeordneten Präsenz, ignorant vorbei. Bewusstsein, als Selbstreflektion erkannt, ist gleichzeitig überall - nicht nur in uns - sondern in Allem! Es ist der raumlose Raum unendlichen, schöpferischen Potentials! Es beinhaltet die "Blaupause", welche die Gesetzmäßigkeit der Harmonie ins Detail der Schöpfung einfließen lässt.
Von Außen betrachtet, zeigt der Djungel seine immergrüne, dichte Verankerung. Eine Pflanze rankt sich um die andere. Alles streben zum Licht, konkurieren und fördern einander, ganz wie es die Situation gerade verlangt.
Wenn wir uns als Mensch seiner Eigenschaften gegenwärtig werden, eröffnen sich uns die Bereiche des eigenen Befindens, welche uns vorgeben, "Liebe" als Grundbedürfnis zu empfinden, "Harmonie" und Frohsinn als Grundzustand erfahren zu wollen, "Freiheit" als lebendigen Pfeiler der Existenz zu erkennen und "Frieden" als Voraussetzung all unserer Handlungen.
Diese Eigenschaften unserer Seele
wurden durch niemanden vererbt. Unsere Eltern, mögen sie auch noch soweit davon entfernt gelebt haben, beinhalteten diese Eigenschaften ohne bewusstem Wunsch danach. Sie, diese Eigenschaften, entsprechen dem Gesetz, welches Gültigkeit durch seine "Blaupause" erlangt. Jede Pflanze, jedes Tier, entsteht und lebt nach seinen Regeln. Der Buddhismus spricht vom "Darma", dem Pfad des Lebens, dem ich folge, um meinen Aufgaben gerecht zu werden. Und genau darum geht es in
unserem Leben! Wir haben ein, oder mehrere Aufgaben, denen gerecht zu werden, bestimmte Entscheidungen notwendig sind, um ein erfülltes Lebenspensum abzuarbeiten. Gehen wir in Bezug auf diese Aufgaben verloren, verlieren wir also die Klarheit aus welcher diese Aufgaben zu unserer Erkenntnis hervortreten, so dürfen wir das als Zeichen betrachten, dass wir unsere Aufmerksamkeit an die Gepflogenheiten unserer Persönlichkeit verschwendeten. In vielen nativen Völkern wird
dieses Verhalten damit beschrieben, dass man vom "verpassten" Herzen spricht. Das Herz erfüllt eine Grundfunktion im menschlichen Körper. Es pumpt, um den lebensnotwendigen Saft, das Blut, in alle Bereiche unserer Gliedmaßen zu befördern. Gleichzeitig stellt es den Bereich einer eigenen Intelligenz dar. Zirka 40tausend Neuronieten, das sind intelligente Zellen, haben ihr Zuhause in unseren Herzen. Übergehen wir die zweifelnden Antworten unseres Intellekts auf unsere
lebenswichtige Fragen, nimmt da Herz automatisch ein führende Rolle ein, und sagt uns wie wir uns zu entscheiden haben. Die Entscheidungen des Herzens stehen immer in direktem Zusammenhang mit dem Fortschreiten der Seele, und insofern mit der Entwicklung, welche wir zur eigenen Erfüllung zu durchlaufen haben.
Hier nochmal das klassische Beispiel einer Strangler-Fig. Sie findet, in Form eines Samenkorn, im Kot eines Vogels, ihren Weg in die Krone eines Baumens. Dann keimt sie und schickt ihre Wurzeln am Stamm des Trägerbaums bis hinunter in den Waldboden. Mit der Zeit wachsen ihre Wurzeln zu Stämmen heran, klammern sich um den Trägerbaum und vereinigen sich zu einem Geflecht. Der Trägerbaum stirbt dann
irgendwann ab und der Lebenskreis geht in eine neue Phase.
Zu guter Letzt, steht uns das gesamte Universum zu Verfügung. Denn wir sind das Universum. Wir sind ein Ausdruck der Kraft, deren Vielfalt und Größe jegliche Vorstellungskraft, unseres so sehr geschätzten Intellekts, weiträumig übersteigt.
Hier sollte sich eigentlich der Video-Button zeigen. Ich schicke Dir dann eine zweite Mail, die mein Bestes live weiterreicht. Tatsächlich ist es mir eine große Freude so an Dich herantreten zu können. Abgesehen von dieser furchtbaren Kriegsbedrohung, leben wir in einer wunderbaren Zeit. Ja, die, ach so dringende Kommunikation, die zu unserem Erwachen beiträgt, ist heute so möglich, wie niemals
zuvor. Wir sollten Vertrauen in den Prozess zeigen!
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Mit herzlichen Grüßen aus dem immer wieder überraschenden Australien.
Richard C Rickert
info@klare-quelle.com
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