Schutz vor der Erfahrung mit Mirriaden von kleinen Buschfliegen ist hier angesagt. Das lässt das Staunen jedoch nicht schrumpfen. Die Wüster lebt!
Was wäre, wenn wir eine ewige Seele wären und eine menschliche Erfahrung machten?Liebe/r Irgendwie beschäftigt diese Frage wohl jeden; ist doch eine jegliche Form der Angst ein Folge der grundlegenden Furcht vor dem eigenen Tod. So auf die materielle, und damit körperliche Erscheinung des Lebens fixiert, scheinen wir alles, was
dieser Möglichkeit einer ewigen Seele zu Grunde liegt zu vergessen. Sicher geht auch die gesellschaftliche Entwicklung mit dieser Art der Lebenswahrnehmung konform, oder besser gesagt, dominiert sie eine vorgefasste Meinung, über deren Auswirkung wir nur selten hinauszublicken vermögen. Eine grundlegende Prägung unserer Wahrnehmung durch, vorwiegend moralische Konditionierung hat einen solch mächtigen, andere Wirklichkeiten verdrängenden Effekt, dass wir, wie durch eine
Brille, in die Welt blicken, deren Gläser einschlägig für uns gefärbt wurden. Dass Schnee, der durch eine Brille mit rosa Gläsern betrachtet die Farbe der Brille annimmt, ist nicht schwer nachzuvollziehen, dass aber unsere gesamte Verhaltensweise im Leben durch eine solche Brille beeinflusst sein könnte, fällt uns im Allgemeinen schwer zu akzeptieren. Und wenn es so wäre, was in aller Welt sollte uns diese eingeschränkte Sichtweise dauerhaft nehmen? Für diesen Prozess
gibt es die unterschiedlichsten Vorgehensweisen, wobei eine besonders hervorsteht.
Ich spreche hier von der Stille, die alles beinhaltend, in jedem von uns ruht. Aber natürlich lässt sich ein Einfluss auf diese Einschränkung der Wahrnehmung auch dadurch erzielen, dass wir den Raum der Natur aufsuchen, welcher, unbeeinflusst vom menschlichen Geist, eine unveränderte Darstellung des Urgeistes ist, dem wir entstammen.
Ich persönlich finde meine erweiterte Möglichkeit die
Welt zu erkennen sowohl in praktizierter Stille als auch im Reisen durch eine naturbelassene Welt, in der mir der göttliche Geist noch unbeeinflusst gegenübertritt. So halte ich mich gegenwärtig im OUTBACK Australiens auf. Die spärlich bewachsene Wüste stellt sich als Hinterlassenschaft eines Urmeeres dar, welches vor zirka 400 Millionen Jahren den Boden unter meinen Füßen bedeckte. Zutage tretende Gesteine, wie z.B. ein von Glimmer durchsetzter Schiefer in
Verbindung mit großen Quarzadern, dominiert den Großteil der Fläche.
Wie von führender Hand dorthin geleitet, steht mein Fahrzeug nun auf diesem Glimmer durchsetzen Boden, über den ich nun schon seit fast einer Woche meine Exkursionen in die faszinierende Umgebung mache. Unweit meines Stellplatzes erhebt sich eine in Transformation befindliche Anhöhe. Gigantische, braune Felsen türmen sich dort übereinander und rollen, wenn immer Regen und Temperatur den Auslöser
dafür bereit stellen, die abfallenden Hänge hinunter, um in der großen Ebene einen neuen Liegeplatz zu finden. Zwischen diesen mächtigen Felsen wachsen wenige Pflanzen, die von den bedrohten Brushtailed Rockwallebies als Nahrung genutzt werden. Die Anhöhe erklimmend fand ich mich plötzlich von diesen umringt. Eine ganze Familie, so schien es, wendete mir die neugierig leuchtenden Augen zu und lauschte mit gespitzten Ohren meiner Bewegung. An ihrer
unbedarften, angstfreien Art war leicht zu erkennen, dass sie nicht sehr oft mit Menschen in Berührung kommen. Ansonsten besuchen meist nur andere Känguru-Arten und die großen Laufvögel, Emu genannt, meinen Wohnwagen, der in der Glimmer durch setzten Eben steht.
Aber lasst uns zurück zu unserem Thema kommen.
Die Notwendigkeit der Überwindung persönlicher Prägung und welche Formen der Praxis uns dafür zur Verfügung stehen, machte ich deutlich. Um nun aufzuzeigen, wie wesentlich sich unser Weltbild dadurch verändert, und welche Auswirkungen das habe wird, werfen wir nun einen Blick auf die Bedeutung dieser unsterblichen
Identität.
Für sehr lange Zeit galt auf Grund unserer ausschließlich materielle geprägten, gesellschaftlichen Ausrichtung die Wiedergabe eines Nahtoderlebnisses als tabu. Das Erlebte lief für lange Zeit Gefahr als Hirngespinst des Urhebers gesehen zu werden und wurde somit von den Betroffenen verschwiegen. Dagegen finden wir uns nun in einer Zeit wieder, in der die geheimsten Texte, vormals bewacht und unter Verschluss gehalten, an die Öffentlichkeit gelangen
und Jedem zugänglich werden.
In einer solchen Zeit ist es nicht verwunderlich, dass besagte „übersinnliche“ Erlebnisse, die vormals als unmöglich eingestuft wurden, weil die Wahrnehmung dieser über körperliche Sinne ausgeschlossen werden musste, nun von den Betroffenen kommuniziert werden.
Ausnahmslos sprechen diese alle von einer bleibenden Wirkung. Durch die Bestätigung der nach dem Tod weiterhin bestehenden individuellen Existenz,
verlor, für sie alle, die Angst vor dem Sterben ihre Wirkung. Besser gesagt, löste sie sich auf, und wurde stattdessen, durch einen erkennbaren, spirituellen Zusammenhang der seelischen Reise ersetzt.
Aus den Erlebnisberichten lässt sich eindeutig entnehmen, dass die Beziehung der Seelen durch gelebte, spürbare Liebe an Zusammenhang gewann. Allein durch die weitverbreitete Annahme das es sich beim Ableben des Körpers, um ein finales Ereignis handelt, bestehen wir auf die, so empfundene, Trennung unter den Menschen. Wir zeigen durch Bereitschaft, gegen das Empfinden unserer Seele zu handeln, die
Gleichwertigkeit des anderen im kosmischen Gefüge zu missachten, um ihn seines Besitzes zu berauben. An diesem Punkt muss ich wohl kaum darauf hinweisen, wie grundlegend sich unsere Verhaltensweise ändern würde, träte das Bewusstsein einer ewigen Existenz, und der damit verbundenen Zusammengehörigkeit aller Seelen in unsere Gegenwart! Wir sind, und waren schon immer eins! Es ist die intelligente Existenz der einen Quelle, die wir GOTT nennen, welche sich in den vielen
Formen materieller Erscheinung manifestiert.
Zwar gehört auch die freie Entwicklung dazu, eben weil es außerhalb dieser Quelle keine Existenz gibt. Dennoch liegt der Sinn dieser individuellen Erscheinungsform der Seele im Erkennen ihres eigenen Ursprungs und damit im Zusammenhang mit allem, was existiert. Das sogenannte „Böse“, beruht allein auf dem Nichtwissen über diese Zusammenhänge. Nur die oder der diesen Zusammenhang nicht kennt kann Entscheidungen
treffen, die von niederen Beweggründen geleitet zu Schmerz und Leiden anderer führt.
Ich habe zwar Auszüge aus meinen Reiseerfahrungen wiederholt, denke aber, dass der Zusammenhang, den ich hier wählte, eine gewissermaßen legitime Grundlage dafür schafft.
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Mit herzlichen Grüßen von Down Under
Euer Richard C Rickert
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