Ein Stadthaus Melbournes im Kolonialstil, wie es vormals von einer Familie mit vielen Angestellten bewohnt war, gibt es auch heute noch in den Außenbezirken der Weltstadt. Allein beschränkt sich der Grundbesitz auf die Fläche, die das Haus selbst einnimmt und einen kleinen Vorgarten.
Es ist an der Zeit….. Liebe/r In der Hoffnung, dass Du mich nehmen kannst, wie ich bin, will ich heute über meine, natürlich immer, ganz persönliche Erfahrung unter Menschen berichten. Im Gespräch und im Gelächter will ich keinesfalls
behaupten Spannungen zu empfinden. Gelöstes Miteinander ist eben gelöst. Im Nachhinein jedoch stelle ich immer wieder fest, wieviel Energie ich gelassen haben muss während eines Austausches. Desgleichen empfinde ich dagegen kaum, oder auch gar nicht, wenn ich an Dich schreibe. Ich sitze an meinem PC und meine Finger tippen Buchstaben, welche die Worte so formen, wie ich sie mir eingegeben fühle. Dabei lausche ich im Hintergrund dem Raunen, welches meine Ohren und mein Gehirn
erfüllen. Die Frage, die sich mir stellt, ist Folgende: „Kann ich von Glück sagen, dass mir eine soziale Fügung zukam, die mich, schon im jugendlichen Alter, zu einem arbeitsamen und damit produktiven Teil unserer Gesellschaft machte? Immerhin landen viele von denen, die so fühlen wie ich es jetzt tue, auf der Straße, werden obdachlos und von den Sozialdiensten als psychisch gestört bezeichnet.“ Selbst analysiere ich diesen Zustand, durch welchen man am
sozialen Geschehen, an Gesprächen und Zusammenkünften teilnimmt, als wichtig. Erst durch das ihn, nimmt man am gesellschaftlichen Prozess teil. Oder? Nichts von dem, was ich behaupte, muss zu guter Letzt stimmen. Immer ist es ein Ausdruck dessen, was fließend sich in die Gegenwart ergießt. Ich nehme es wahr und teile es. Darum allein denke ich, legen so viele von uns ihren Hauptmerk auf den Humor. Das lachende Miteinander scheint so manches Mal den tieferen Sinn zu
ersetzen.
Das Miteinander, unter Begleitung irischer Musik in einer Whiskey-Bar Melbournes.
Und doch sind es die über große Zeiträume entstandenen Riten und das damit verbundene Durchhaltevermögen – welches ja eine, offensichtlich lebenswerte Verbindung zum eigentlichen Kern der Existenz darstellt – welche uns in eine Zeit führen, die Frieden, Freude und Wohlergehen verspricht.
(Auch die KI ist eine Erscheinung dessen, was uns alle hervorbringt) Ich spreche hiermit außerdem auf die
uralten Kulturen an, auf die Ureinwohner unserer Erde, zu denen wir auch einmal gehörten. deren wesentliche Existenzberechtigung sich auf den Bezug zum Ursprung des Lebens bezieht. Heute am deutlichsten sichtbar, scheinen solche Strukturen in der geistigen Ausrichtung der Tibeter. Beinahe hätte ich das Wort Religion eingesetzt, konnte mich jedoch im letzten Augenblick bremsen, weil der Buddhismus in seiner reinen Form eben keine Religion ist, sondern auf eine
uneingeschränkt selbstverantwortliche Verhaltensweise des Einzelnen abzielt.
Diese Blüte des (im Volksmund) "Paradies-Vogels" singt mit "Klarer Stimme" ihre Aussage über den Ursprung allen Seins.
Genauso verstehe ich meine eigene Existenz! Um die Wahrnehmung der Verbundenheit mit Allem zu aktvieren, bedarf es meines ganz persönlichen Erwachens. Was ist der Atem? Was wäre ich ohne ihn? Woher kommt er? Und was ist der Raum, in den ich ihn entlasse? Mit anderen Worten. Wie sehr bin ich aktiv damit verbunden? Wie intensiv nehme ich das wahr, mit dem ich verbunden bin? Wessen Bewusstsein
also bin ich? Das alles sind Überlegungen, die nicht nur auf mich allein zutreffen. Je näher uns die Gegenwart kommt, desto offensichtlicher erscheinen die Übertretungen unserer Kompetenz, welche, zu guter Letzt, dem Vergänglichsten in uns dient, dem Ego. Dabei will ich keinesfalls sagen, dass das Ego nicht auch eine Existenzberechtigung hätte. Tatsächlich gäbe es das Ego nicht, wenn es nicht auch einen Sinn erfüllte. So hält es uns im Leben. Sorgt dafür, dass
wir die Schwelle des körperlichen Verlustes nicht zu früh überschreiten.
Der "Gargoyle" auf dem First kolonialer Häuser ist eine englische Tradition wie sie schon auf den Burgen und Schlössern Anwendung fand. Sie symbolisiert das Abhalten des Bösen, welches nicht - so wissen wir heute - Außen, sondern Innen zu finden ist.
Und was heißt „zu früh“? Wir befinden uns in einer Ent-Wicklung, in einem persönlichen Herausschälen dessen, was von dauerhafter Gültigkeit ist. All unsere Wahrnehmung, ganz gleich durch welchen körperlichen Sinn wir sie erfahren, spiegelt das, was wir sind.
Diese Erkenntnis in sich selbst, ist sicher nicht immer einfach anzunehmen. Immerhin erscheinen wir meist tatsächlich als unser Gegenüber und
als eine Welt in welche wir blicken. Dabei ist das Bewusstsein unsere zentrale Identität. Es ist allein gültig, gibt Sinn und Realität. Ohne es, gäbe es nicht einmal eine Wahrnehmung von uns selbst, gleichgültig ob wir einen Körper mit Sinnen hätten oder nicht. Hier stellt sich mir die Frage: „Warum also erscheine ich als Individuum und was kann ich tun, um der Wirklichkeit meiner Existenz gerecht zu werden!?“ Da es keine stationäre, also unveränderliche Gegenwart gibt,
erscheine ich als Individuum, um einer kontinuierlichen Vielfältigkeit Ausdruck zu verleihen. Wie wunderbar! Das gegenwärtig wahrnehmend, strömt ein Ausdruck der Dankbarkeit aus meiner Existenz als Mensch in die Welt!
Diese "Schleife" um den Stamm einer Platane mag uns kitschig erscheinen. Dabei ist sie eine Initiative der hiesigen Stadtverwaltung dem kommenden Fest eine Aufmerksamkeit zu verschaffen.
Ich brauche nicht darüber nachdenken, ob ich dankbar sein will oder nicht. Dankbarkeit ist Ursache und Wirkung ansich. Sie zu fördern allein, könnte eine Aufgabe für mich sein, wenn ich denn einer Aufgabe bedarf.
Sicher ist, dass im Ausdruck der Dankbarkeit nicht nur die eigenen, körperlichen Funktionen ihre maximale Entfaltung verwirklichen können, sondern dass die Reflektion, welche ich zurück in die Welt
schicke, eine alles vereinende Wirkung hat, uns allen zugutekommt, und das verwirklicht, was sich jeder von uns für sein Leben wünscht. Den Frieden, die Freiheit, den Frohsinn und eine Erfüllung an welche kein materieller Wohlstand heranreicht. So wird der Augenblick des Lebens eines jeden von uns, zum wichtigsten Ereignis des Geschehens!
So waren wir schon immer eine Schöpfung der Natur und gaben ihr unsere Wertschätzung im Gegenzug. Wollen wir in Zukunft auf künstlichen Planeten leben? Diese Dächer eines Wohnstils sind doch nur der Anfang der Fantasie.
Achten wir also darauf was wir denken, fühlen und äußern! Jetzt wird es sich zeigen, ob wir, durch bestehende Kleinkriege, in eine große Vernichtung fallen müssen, oder ob wir diese durch ein globales Miteinander zu ersetzen verstehen! Ich weiß, der Ausdruck „Brüder und Schwestern“ zu sein, klingt momentan von sehr weithergeholt. Dennoch, er entspricht der Wirklichkeit nicht weniger als zu jeder
anderen Zeit und in jedem anderen Raum. Im Gegenteil: Jetzt ist die Zeit! Und hier ist der Raum! In der Selbstverantwortung jedes Einzelnen von uns liegt das große Versprechen des „Ewigen Friedens“! Und nein, wir brauchen dafür nicht zu sterben. Es ist ein Friede, der auch eine körperliche Wirklichkeit hat!
Hier ragt eine nichtssagende Mauer moderner Architektur ins Bild eines mit Spielereien versehenen Stils, der scheinbar keine finanziellen Grenzen kannte. Sind unsere Resourcen geschrumpft? Oder warum begnügen wir uns mit dem Ausdruck von Gefühlskälte?
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Mit herzlichen Grüßen von Down Under
Richard C Rickert
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