Abenteuer Gegenwart
Liebe/e
… die Vorstellung, während ich in einer Landschaft wandere, dass über diesen verdichteten Felsen einmal ein Gletscher von mehreren tausend Metern dicke lagerte, und das für eine Zeitspanne, die zu ermessen, wir Menschen einfach nicht in der Lage sind, ist berauschend, betörend, und macht mich, immer
wieder, sprachlos!
Alles deutete darauf hin, dass wir, die unbemerkt und von uns selbst unbestellt in diese Welt geboren werden, die eigentliche Ursache unserer Existenz nicht vergessen sollten.
Zumindest erfahre ich täglich, wie sehr mich die gegenwärtige Erinnerung an meine „Ursache“ so in der Gegenwart hält, dass der Maßstab für Erfolg, in Form von Freude messbar ist.
Ich freue mich!
Meine Wahrnehmung ist leicht!
Alles hat Sinn und Gegenwart!
Gerade erst
noch war ich durch eine, von Geologen ausgewiesene Gegend gekommen, die eindeutig den Gletschern der Vorzeit zugeschrieben wurde. Jetzt fand ich mich in einem National Park, der tatsächlich so keine Informationen hergab, aber eindeutig denselben Ursprung gehabt haben muss.
Die deutlichsten Merkmale:
Am „Rocky Creek Glacier Area“ zeigten sich faustgroße Kiesel in einem höchst verdichteten Granitgestein.
Hier, im Kwiambal NP, fand ich den allgemein gewohnten Granit, mit
feiner Struktur und von weißlich-gelber, bis rötlich-brauner Farbe.
Das überraschend Besondere an diesem Stein waren die vom Wasser hinterlassenen Spuren. In den Fotos werdet ihr Bilder finden, die, wenn von einem Künstler als Skulptur erstellt, sicher einen sehr hohen Preis erzielen würden.
Ich war vom ausgeschilderten Pfad abgekommen und hatte mich unbemerkt am Ufer des Severn-Rivers über die Felsen gearbeitet, als ich um eine Ecke kam und ein Plateau entdeckte, was
mich im ersten Moment ungläubig schauen ließ.
Ich hatte derartiges noch nie vorher in der Natur so gefunden. Der harte Fels, welcher, ebenso vom Druck eines Gletschers verdichtet, war hier eine kleine Ewigkeit dem fließenden Wasser ausgesetzt, was sich in der Lage zeigte, Formen aus dem Fels zu waschen, die, wie gesagt, an Skulpturen erinnerten. Innerlich bewegt kletterte ich nun mit staunenden Augen zwischen diesen Giganten herum.
Dann fiel mein Blick immer wieder in die
Ferne, die eindeutig sagte: „Dies kann der ausgewiesene Pfad schon lange nicht mehr sein. Um irgendein Ziel zu erreichen, wirst Du Tage brauchen!“
Also machte ich mich bei nächster Gelegenheit daran die Höhen des Flussbettes zu erklimmen, die sich etwa 60-80 Meter über mir, zu den Seiten erhoben. Ich suchte mir eine erklimmbare Steigung und verließ den Fluss.
Oben präsentierte sich mir ein Wald in dem große Granitsteine wie Würfel gefallen zu sein schienen. Sicher ein weiteres
Zeichen von den Wirkungen eine Gletschers der Vorzeit. Manche Felsen hatten sich gespalten. In die Ritzen gekrochenes Wasser muss sie auseinandergesprengt haben, um aufrechtstehende Säulen zurückzulassen.
Alles in allem, eine wundersame Welt. Geradeso, wie wir sie uns kaum vorstellen können. Wie schön und sanft sind dagegen die meisten Gebiete Deutschlands!
Dann machte ich mich auf, um in einem weiter nördlich gelegenem Wald unterzukommen.
Ja, ich „kam unter“, und
zwar…