Reise ins Verderben?
Liebe/r
Zunächst muss ich darauf aufmerksam machen, das die verwendeten Bilder nicht dem Tatort entsprechen. Ich hatte wohl doch zu viel Angst um aus dem Fahrzeug zu steigen und Photos zu machen.
Ebenso lehnt das verlinkte
Video nicht an dieses Ereignis, sondern schildert wohl mehr die Belohnung, die ich nach ausgeschüttetem Angstschweiß erhielt.
Noch einmal also... Talfahrt - Reise ins Verderben?
Der großflächige Wald, gar nicht weit von der Metropole Sydney, zeichnete sich durch seine dicht verwobenen Baumkronen aus. Der dadurch entstehende Lichtmangel verursacht einen offenen Waldboden und eine, gewissermaßen düstere Atmosphäre.
Nicht das diese Atmosphäre eine
unbewusste Angst hätte erzeugen können, zumindest nicht in mir. Dafür bin ich den Bäumen, und ihrer Aufgabe uns Menschen betreffend, zu nahe.
Ich nahm noch vor Dunkelwerden meiner Ankunft eine kurze Erkundung der Gegend auf mich, und fand, dass die auf der Karte gezeigte Großflächigkeit mehr der Wirklichkeit entsprach als erwartet. Vom Wege abzugehen, würde sicher bedeuten verloren zu sein. So hielt ich mich, es war ja auch schon spät am Tag, an die ausgetretenen Pfade und
Zufahrtsstraßen der Holzfäller-Trucks.
Der Wald entpuppte sich als eine Mischung zwischen Forestry und Nationalpark Zuständigkeit, wobei Letztere natürlich eher für die Erhaltung als die Ausbeutung steht. Viele ehemalige Nutzwälder sind inzwischen zu Parks geworden. Die riesigen Bäume dürfen wieder wachsen, obwohl das, was da nun in den Himmel ragt auch nicht annähernd and die Giganten heranreicht die teilweise am Boden liegend Flora und Fauna bereichern.
Wie dem auch sei,
für mich stellte sich bald heraus, dass das Dunkel des Waldes meinem Solar-Strom-Konsum nicht nachkommen konnte. So entschloss ich mich schon am ersten Tag meine sieben Sachen zu packen, um mein Video woanders zusammenzuschneiden.
Unmittelbar vor dem Campground waren Schilder stationiert. Das eine sagte klar und deutlich „Cessnock 39 km“. Also folgte ich diesem, nur um zwanzig Kilometer weiter – ihr müsst wissen, dass man diese unbefestigten Waldwege mit allenfalls 30
Stundenkilometern fährt – einen in Plastik gehüllten Zettel an einen Baum geheftet zu finden, der sagte: „Straße wegen Erdrutsch gesperrt, bitte wenden sie“
Nun, wenden mit Wohnwagen auf einem Waldweg, ....