Little Yabba-Gladstonbury Creek
Liebe/r
Ihr wisst ja, dass ich seit Jeher Töpfer war und damit der Erde verpflichtet. Auch heute, in einer Zeit, in der ich nur noch selten mit den Händen im Ton wühle, fasziniert mich die Erde mit ihren Mineralien und den unfassbaren Zeiträumen die sich in dieser spiegeln.
Gladstonbury Creek ist ein
Wasserlauf, der sich über Jahrmillionen durch den Granit gefressen hat. Wer weiß, wie hart Granit ist bekommt einen Hauch von Verständnis für diese Zeiträume.
Und machen wir uns nichts vor, die sich allein, wild entwickelnde Natur trägt auch heute noch das selbe Gesicht wie vor ewigen Zeiten.
Meine Bilder werden Euch einen Eindruck vermitteln. Oft handelt es sich bei diesen Fotos um eine Ablichtung eines Waldstreifens, welcher aus Gründen der Praktikabilität unberührt
liegen blieb und somit seine uralten Strukturen behalten durfte.
Machen wir uns nur für einen Augenblick bewusst, dass die uns umgebende Welt eine Reflektion unseres eigenen Geistes ist, wird uns klar, wie sehr wir uns durch die selbst erschaffene, künstliche Umgebung einschränkten.
Aber wie heißt es so schön, und immer wieder:
„Wir wissen erst, was wir hatten, wenn es bereits verloren ist.“
Wobei wir festhalten wollen, dass die Vielfalt einer Nische der
Natur, ohne Probleme den gesamten Raum einnimmt, wenn man sie nur läßt.
So soll es unser Ziel sein, der noch vorhandenen Vielfalt mit einem erwachten Bewusstsein zu begegnen. Denn nur so können wir es tatsächlich genießen.
Darüber mehr im philosophischen Teil!
Nachdem ich also meine mobile Behausung unter einem schattigen Baum platziert hatte, nahm ich meinen Wanderstab und machte mich auf in die unmittelbare Umgebung.
Und hier fehlen mir bereits die Worte,
denn das Erstaunen über die kleinen, manchmal gigantischen Dinge nimmt im wahrsten Sinne kein Ende.