Buddhismus und was er mir bedeutet
Auf meiner Lebensreise hat mich der Buddhismus schon sehr beeindruckt. Selbst komme ich ja aus einer Tradition von Yoga und Meditation. Das fing schon sehr früh bei mir an. Mit vierzehn fragte ich mich erstmals, was das alles wohl soll und wer ich in diesem Spiel wohl bin. Mit etwa siebzehn nahm das dann konkrete Formen an. Ich
hatte zuvor gelernt, dass der Zugang zum Kern der menschlichen Psyche nur über den Weg nach Innen zu bekommen wäre, und so nahm ich verschiedene Methoden der Einkehr an, um schließlich für fast vierzig Jahre an einer festzuhalten.
Im Laufe der Jahre wurde ich immer freier in meinem Ansatz, bis ich schließlich von den Buddhisten beeindruckt Folgendes lernte:
Sie sagen: Kong Ching
In diesen beiden Worten – ich hoffe sie richtig geschrieben zu haben – verbirgt sich die
Bedeutung:
Alles was Dir im Leben begegnet, jeder Mensch, jede Situation und sogar jedes Ding, kommt von Dir. Du stehst im Mittelpunkt Deines eigenen, kontinuierlich selbst erschaffenen Universums!
Na, wenn das nicht dem Fass den Boden ausschlägt!
Für mich hat es das auf jeden Fall getan.
Schon lange vorher wusste ich über die Zusammenhänge der Schwingungen. Jeder Gedanke kommt als eine Schwingung und jedes Gefühl fließt als eine Schwingung durch uns
hindurch.
Entsprechend treten Schwingungen der „Umwelt“ mit uns in Resonanz. Wir begegnen bestimmten Menschen – und wenn wir sie in der Einkaufsstraße nur an uns vorbeiziehen sehen -, wir ziehen für uns geeichte Situationen in unser Leben, und kommen mit den Dingen in Berührung, die zu unserer Schwingung passen.
Ich weiß, dass klingt für unseren Geist zumeist von sehr weit hergeholt. Und natürlich ist es das auch! Aber allein deswegen, weil wir in unserer ungehobelten Art der
Wahrnehmung nicht feinfühlig genug sind, um die Verbindung zur Quelle des Lebens aus diesen Ereignissen wahrzunehmen.
Als ich dann Jahre später einmal ein paar Stunden damit verbrachte dem tibetischen Religionsoberhaupt, dem Dalaih Lama zu lauschen und ihn zu beobachten, wurde mir klar, dass wenn es nach ihm ginge, er die geregelten Abläufe der Zeremonien schon längst vom Tisch gefegt hätte, wenn nicht auch er, durch die Liebe zu seinen Mitmenschen, daran gebunden wäre.
So
verurteile ich heute keine Religion mehr, bin mir aber bewusst, dass diese Institutionen immer erst nach dem Ereignis ins Leben gerufen werden. Das Ereignis selbst repräsentiert das Erwachen des Menschen in die Gegenwart der Schöpfung, bzw. des Schöpfers.
Diese/r kann als solche/r an nichts festgemacht werden, ist dimensionslos, zeitlos und in allem und allen gegenwärtig.
Auf dem letzten Wort liegt die Betonung!
Die einzige Zeit, die es jemals gegeben hat, ist die
Gegenwart. Die Vergangenheit kam als Gegenwart und ist nur durch Gedanken in Form von Erinnerungen als Vergangenheit zugänglich.
Ähnlich ist es mit der Zukunft. Wenn sie geschieht, tut sie das als Gegenwart. Ihre Existenz hängt allein an der Gedankenwelt, welche einer Vision entsprechende Schwingungen erzeugen kann, die dann eine Zukunft in der Gegenwart erschafft, die diesen Schwingungen entspricht.
Letzteres macht uns zu sehr machtvollen Geschöpfen.
Die Wirklichkeit
unserer Realität geht somit weit über unser gewöhnliches Ermessen hinaus.
Dazu noch folgender Hinweis:
Als erwachter Mensch trage ich Verantwortung für das, was ich an Informationen aufnehme und wie ich mit diesen umgehe.
Das Wort trägt in sich die Wirkung: IN-Formation. Ich forme mich entsprechend dessen, was ich aufnehme und als Realität betrachte.
Das entspricht durchaus einer außergewöhnlichen Verantwortung.
Tragen tun wir sie so oder so. Auch
der unbewusste Mensch formt ständig die Entwicklung der Situation. Will ich also Frieden, Freiheit und Glück, muss ich dafür Sorge tragen, dass es das ist, was meinen Geist und mein Herz erfüllen.
Ja, vielleicht kann das die Auflösung in einem Atomblitz nicht vermeiden, solange die Verursacher in der Mehrzahl sind, jedoch spielt das eine geringere Rolle, da die wahre Identität des Menschen, die Seele, auf einer endlosen Reise ist!
Herzlich, Euer
Richard C
Rickert