Wie Außen so auch Innen…
Wenn wir von Gott reden, dem Universum, oder dem Quantenfeld, dann meinen wir das, aus dem alle Existenz hervorgeht.
Diesbezüglich erscheinen wir zwar als Individuen, sind jedoch zu einer Selbsterfahrung nur im Stande, weil das eine Bewusstsein uns erlaubt eine lebendige Haltung der Welt gegenüber einzunehmen.
Ich bitte Euch mir zu vergeben, wenn
ich hier ganz kurz und bündig einige Tatsachen als gegeben voraussetze. Aber ihr kennt alle den Spruch: „Lasset die Kindlein zu mir kommen, denn ihrer ist das Himmelreich!“
Gemeint damit ist natürlich die Einfachheit der Kinder, welche die Wahrheit im Kern fühlen und somit keine intellektuelle Erklärung brauchen um der Liebe mit einem großen „JA“ zu begegnen.
Die „göttliche Einheit“ ist also das Bewusstsein selbst und in ihr liegt „das Licht der Welt“.
Dass das tatsächlich
so einfach zu verstehen ist, war mir bisher nicht geläufig. Ohne Bewusstsein keine Welt, kein Licht der Welt, sondern unbewusste Dunkelheit.
Betrachten wir gleichzeitig unsere Fähigkeit zu denken, als eine Funktion, die uns ermöglicht Dinge einzuordnen, jedoch keinesfalls als Identität dienen darf, dann sind wir mit dem reinen Zustand der bewussten Wahrnehmung konfrontiert.
In Reaktion darauf, fällen wir, natürlicherweise, unsere Entscheidungen mit dem, was wir das Herz
nennen, anstatt mit rein analytischen Kriterien unser Leben zu gestalten.
Ich würde soweit gehen zu sagen, dass erst damit das Universum, Gott, oder das Quantenfeld die Gestaltung der Welt, über unsere limitierte Wahrnehmung hinaus wieder selbst in die Hände nimmt.
Der unbegrenzte Geist Gottes, manifestiert sich in tausenden von Wesen, von denen wir, individuell eines sind. Durch die scheinbare Trennung von unserem Ursprung ergibt sich automatisch der Wunsch glücklich sein
zu wollen, hervorgerufen durch diese scheinbare Trennung.
Erst durch die Identifizierung mit dem, was Bewusstsein ist, durch das Loslassen vom zwanghaften Denken, werden wir zu den Werkzeugen des Einen.
Und jetzt zum Titel meines Essays:
Wie Außen so auch Innen…
Die äußere Welt, die materielle „Wirklichkeit“, hat uns so im Griff, dass wir, um Einheit erfahren zu können, zunächst die Sinne nach Innen richten müssen. Das heißt, Augen schließen und fühlen
was da innerlich spürbar wird. Wir nennen das Meditation, oder auch Gebet, wobei die Gedanken sich selbst überlassen werden und die bezogene Stellung sich auf den Beobachter bezieht.
Erst wenn wir so eine sichere Position gefunden haben, können wir das Eine auch im Außen reflektieren!
In dem Sinne,
herzlich, Euer
Richard C Rickert