Liebe/r
Ein erfülltes Leben
Ein erfülltes Leben geht Hand in Hand mit dem Verlust aller Angst.
Als solche lässt sich jede Angst immer an der grundsätzlichen Angst vorm Tod festmachen. Erfüllen wir also unser Leben, leben wir in aller Konsequenz angstfrei.
Um diesen Zustand nicht nur zu verstehen, sondern im aktiven Leben zu realisieren, ist es
notwendig Folgendes zu verstehen:
Unsere Fähigkeit als Mensch die gesamte Bandbreite der Wahrnehmungsmöglichkeiten zu erleben, wurde durch die Situation in welche wir geboren wurden, und der damit einhergehenden Konditionierung eingeschränkt. Sinn und Ziel eines jeden Leben ist es, diese Einschränkung fortschreitend aufzuheben.
Stellen wir uns die Wahrnehmung eines Lebens wie einen Kreis vor, dann beschränkt uns die erhaltene Konditionierung auf einen winzigen Ausschnitt dieses
Kreises.
Machen wir es zu unserem bewussten Anliegen unsere Wahrnehmung zu erweitern, ist es notwendig grundlegende Gesetzmäßigkeiten zu erkennen.
- Alles ist eins, entstammt derselben Quelle und sucht intuitiv danach sich mit dieser bewusst zu vereinigen.
- Das Eine ist, was wir mit dem Gefühl der Liebe verbinden, einer Kraft, welche, die sich scheinbar gegenüberliegenden Pole
verbindet. Gravitation ist in diesem Sinne durchaus ein Ausdruck von Liebe.
- Jede Form der Ent-Wicklung eines Menschen setzt Selbstliebe voraus. Niemand kann einen anderen, oder etwas anderes lieben, ohne sich selbst zu lieben!
- Selbstliebe ist kein Egoismus, weil Liebe immer das betrifft, was im Kern alles beheimatet. Lieben wir uns selbst, lieben wir den anderen im gleichen Atemzug.
- In der Liebe lieben wir alle und alles. Wir sind dadurch keinesfalls verpflichtet alle und alles zu mögen, lieben jedoch ist eine Folge der Erkenntnis dessen, was wir selbst sind.
Durch gesammelte Erfahrung erkennen wir durchaus pragmatisch, dass die Erkenntnis des Selbst, dem was uns mit allem
verbindet, eine Erfahrung von Liebe ist.
- Es ist von größter Wichtigkeit sich selbst zu lieben, als wenn das eigene Leben davon abhängt. Denn genau das tut es!
Ein Leben ohne Liebe, oder sogar eines mit dem nur eingeschränkten Einfluss der Liebe, lässt nur einen sehr begrenzten Grad der Erfüllung zu.
Im Grunde ist es also sehr einfach ein erfülltes Leben zu leben. Dazu sind wir allein dazu verpflichtet, dem, was wir
lieben zu folgen.
Und wenn uns das zu vage erscheint, weil unsere Selbstliebe und mit dieser der Zugang zu dem Gefühl, was mit Liebe verbunden in unser Leben tritt, nicht ausgeprägt genug auftritt, dann bleibt uns immer noch uns von dem abzuwenden, was wir intuitiv nicht mögen oder nicht wollen.
Die möglicherweise damit einhergehende Angst, oder der Verlust eines Sicherheit-Gefühls, kann immer schrittweise überwunden werden.
Führen wir uns einmal vor Augen, dass
die überaus komplizierten und umfangreichen, harmonischen Funktionen unseres Körpers uns in jedem Augenblick das Leben schenken, ohne dass wir auch nur den geringsten, bewussten Anlass dazu geben, dann sollte uns klar werden, wie sehr unsere gesamte Existenz in den Händen einer Kraft liegt, welche, sowohl unser Herz schlagen lässt als auch einen jeden Atemzug kommen und gehen.
Wir dürfen, ohne dafür einen religiösen Standpunkt einzunehmen, davon ausgehen, dass die Intelligenz, welche
das Gesamtbild der Welt generiert, auch für unser eigenes Leben eine intelligente Bahn enthält.
Der sogenannte „Freie Wille“ tritt in dem Moment in Kraft, in dem wir aktiv auf eine Lebenssituation reagieren.
Jede Wahl, die wir bezüglich dieser Aktionen und damit verbundenen Auswirkungen treffen, sollte allein von dem Gefühl der Liebe kommen. Entsteht diese Wahl aus dem konditionierten Ego, handeln wir unweigerlich gegen den Strom des Lebens.
Hier ein paar praktische
Schritte unsere Aufmerksamkeit zu schulen:
- Achte auf den Energiehaushalt Deines Körpers! Sei in der Nahrungsaufnahme bemüht einen Zustand des Energie-Überschusses zu erzeugen. Spätestens wenn wir uns nach der Nahrungsaufnahme müde fühlen, sollten wir diese verändern. Experimente und zusätzliches Wissen führen immer zum Ziel.
- Wenn wir anderen Menschen begegnen, ist es von Vorteil darauf
zu achten, wie wir intuitiv reagieren. Ein weitestgehend losgelöstes Verhalten führt zur Fähigkeit der Liebe, auch ohne den anderen unbedingt zu mögen.
- Jede Begegnung ist von zentraler Bedeutung für unser Leben. Wir sind zwar nicht immer dazu in der Lage diese Zusammenhänge direkt zu erkennen, die grundlegende Akzeptanz der Bedeutung jedoch, ermöglicht dauerhaft eine erweiterte Wahrnehmung.
Mich würde natürlich
sehr interessieren, ob ich Euch mit diesen Anhaltspunkten Werkzeuge in die Hand gebe, oder ihr meine Hinweise eher als Bevormundung erlebt. Letzteres ist selbstverständlich das, was ich am wenigsten erreichen will.
Mein Grund diesen Newletter zu verfassen, liegt allein in meinem eigenen Bedürfnis das Erlernte mit Euch zu teilen.
In diesem Sinne, herzlich heute aus Indien, Euer
Richard C Rickert