Ein herzliches Hallo an alle meine Leserinnen und Leser!
In den vergangenen siebzehn Monaten war ich bemüht Euch alle einmal wöchentlich an meinem Leben teilhaben zu lassen.
Gegenwärtig kommt ein Zeitintervall auf mich zu, indem ich wohl kaum in der Lage sein werde dieser, mir lieb gewordenen Aufgabe, gerecht zu werden.
Ich werde also ein mehrmonatige Pause einlegen, einerseits
um liegen gebliebene Projekte aufs Neue aufzugreifen, und andererseits, um einen Großteil meiner Konzentration den Menschen zu widmen, die mich hier momentan verstärkt brauchen.
Wie überall auf unserer Erde sind auch hier grundlegende Veränderungen im Gange. Wie sehr der Ausgang dieser in unseren Händen liegt, brauche ich wohl kaum zu erwähnen. Selbst unsere momentan unterhaltenen Gedanken formen mit an unserer unmittelbaren Zukunft.
Hier ein kleines Gedicht von William
Rückert, der im 18ten Jahrhundert zu Zeiten Mozarts und Bach lebte:
„Oh, göttlich ist das Denken der Gedanken
Und göttlich der Beruf zu denken ohne Schranken.
Nichts auf der Welt, was nicht Gedankengut enthält,
Und kein Gedanke der nicht mitbaut an der Welt.
Drum liebt meine Geist die Welt, weil er das Denken liebt,
Und sie ihm überall so viel zu denken gibt!“
Bisher folgte ich tatsächlich grundlegend dem Verständnis, dass das Denken
unter anderem auch eine Plage sein kann, der man Einhalt gebieten sollte.
Inzwischen weiß ich, dass wir das Denken als solches nur akzeptieren können. Abschalten ist unmöglich. Dass es also weniger unsere Aufgabe ist, es einzustellen, als tatsächlich Bewusstsein darüber zu entwickeln, was wir denken!
Ein Stunde unserer täglichen Zeit trägt im englischen den Namen
„Power-Hour“. Es handelt sich um die letzte halbe Stunde vorm Einschlafen und die erste halbe Stunde nach dem
Erwachen.
Gedanken, die in dieser Zeitspanne gedacht wurden, nehmen, durch ihren direkten Zugang zum Unterbewusstsein, eine Art religiöse Rolle ein. Sie stehen sozusagen im Zentrum unserer Ziele und Wünsche und üben somit eine beeinflussende Qualität auf unser Leben aus.
Die Fähigkeit also, mit diesen Gedanken bewusst umzugehen, entspricht der Bereitschaft echte Verantwortung sowohl für unser eigenes Leben als auch das der Menschen zu übernehmen, denen wir in Liebe
verpflichtet sind.
Mein eigentliches Ansinnen war es von Anfang an, Euch mit Reiseberichten über meine Entdeckungen auf dem australischen Kontinent zu bereichern. Das sich zu diesen Berichten immer eine Prise Philosophy gesellt, geht wohl an mir nicht vorbei.
In dem Großteil meiner Zeit hier jedoch, bewegte ich mich kaum vom Fleck. Mein Nachholbedürfnis mit meinen Kindern zu sein und ihnen bei der Verwirklichung ihrer Projekte zu helfen, war einfach zu
gegenwärtig.
Meine Arbeiten – auch die an meinem eigenen Fahrzeug – gehen nun dem Ende entgegen und ich freue mich, meine deutsche Familie bald in Brisbane Queensland zu begrüßen.
Spätestens wenn wir also dann den „Great Sandy National Park“ aufsuchen, hört Ihr wieder von mir.
Bis dahin alles Gute für Euch. Seid wachsam, vorwiegend mit Euch selbst. Achtet auf Eure Gedanken, hinterfragt sie, und schließt damit ab Euch darüber klar zu werden, was diese Gedanken bewirken,
und wer Ihr ohne sie währet.
Das ist der Prozess, der auch unter dem Namen „The Work“ weltberühmt wurde. Ein Arbeitsblatt zum freien Download gibt’s dafür unter:
www.thework.com
Die Sprache kann man wählen und somit ist auch Deutsch in der Auswahl.
Bis bald also! Ich freue mich auf eine neue Periode des Teilens!
Herzlich,
Euer
Richard C Rickert