Ernährung, Gesundheit und Verhältnismäßigkeit
Liebe/r
Wie Ihr, so hoffe ich, doch inzwischen aus mir lesen konntet, ging es mir schon immer ums Ganze.
Damit meine ich die relative Einstellung zu dem was wir Leben nennen. Eine Gefangenschaft in den Eingrenzungen der Umstände erregte schon immer, egal in welchem Zusammenhang, eine, schon fast, unangenehme
Wehrhaftigkeit in mir. Zu guter Letzt müssen wir uns ja immerhin so nehmen wie wir sind, um Veränderungen bewusst anzugehen und um uns selbst zu mögen. Richtig?
Nun, die Frage nach dem tieferen Sinn des Lebens lag mir wohl schon als Kind auf dem Herzen. So erinnere ich mich als Neunjähriger unter einer Kastanie gestanden zu haben, den Sonnenschein wärmend im Rücken und meinen Blick abwechselnd nach oben, zu den, leise im Wind wehenden Ästen der gigantischen Kastanie und meiner Hand, die ein
Fünfzig- Pfennigstück hielt, und nach unten schwenkend. Der Augenblick war so magisch, dass ich mich heute, ganze sechzig Jahre später, noch sehr lebhaft daran erinnere. Ich fühlte Dankbarkeit so reich beschenkt zu sein!
Mein Leben lang suchte ich danach dem Wert des Lebens gerecht zu werden. Mmh, das scheint wie ein großer Anspruch, und ist doch in den Grundfesten unserer Anlagen als Lebewesen verankert.
Lebensfördernde Nahrung zum Beispiel. Eine Raubkatze würde wohl kaum auf die
Idee kommen Grass einem Stück Frischfleisch vorzuziehen. Ähnlich einem Elefanten, der wohl kaum ein Stück frische Antilope den Säften der Bäume, die er hauptsächlich zu sich nimmt, vorzuziehen.
Für uns richtet sich die geliebte Nahrung vorwiegend nach dem, was unsere Eltern uns beigebracht haben zu essen. Naja, so ein richtig gieriger Fleischesser, wie es mein, dem Kriege entkommener Vater war, bin ich wohl nie gewesen. Darum fiel es mir auch wesentlich leichter die Gewohnheiten zu
hinterfragen.
Warum ich hier darauf anspreche?
Über die Film-Plattform Netflix wurden mir gleich zwei Dokumentationen angeboten. Die eine von Arnold Schwarzenegger und Jacki Chan produziert: The Game Changers „Die Veränderer der Spiele“. Gemeint mit diesem Titel sind Athleten, die durch eine Grund auf andere Nahrungswahl ihre Ausdauer und Kraft so positiv beeinflussen konnten, dass sie weit über das gewöhnliche Alter hinaus in ihrem Sport erfolgreich blieben.
Die Doku: You are
what you eat „ Du bist was Du isst!“ dann nahm eine noch bessere wissenschaftliche Sicht der Problematik ins Auge und behauptet zudem, dass der menschliche Fleischkonsum mit bis zu 37% an den Kohlenstoff-Emissionen der Welt beteiligt ist. Dagegen erscheinen die 17% auf alle Verkehrsmittel verteilten Emissionen geradezu gering.
Ich lebe also schon seit vielen Jahren vegan und erfreue mich nicht nur bester Gesundheit, sondern eines immer größer werdenden Angebots an veganer Nahrung
in den Supermärkten, sogar in den ländlichen Regionen Australiens.
Nach den benannten Informationsquellen, ist sogar das Abholzen des Amazonas im Wesentlichen dadurch beinflussbar, dass man dem Fleischkonsum den Rücken kehrt.
Als „junger Spund“ hätte ich davon nur träumen können. Vage waren meine Vorstellungen vom gesunden Leben. Jetzt weiß ich welch unglaublichen Vorteile eine vorwiegend pflanzliche Nahrungsaufnahme hat.
Meine Familie hier respektiert meine
Entscheidung durch ein extra für mich konzipiertes Nahrungsangebot wenn es um eine gemeinsame Mahzeit geht. Im Photomaterial Genaueres darüber.