„Unser tägliches Brot gib uns heute“
Diese Worte beschäftigten mich schon als Schüler der Volksschule. Zunächst konnte ich mir nicht vorstellen, dass das „tägliche Brot“, so wie ich es allein als die Ernährung verstehen konnte, jemals in Frage gestellt sein könnte.
Und natürlich hatte ich – nach meinem kindlichen Gefühl – auch recht. Denn die Welt in der
wir uns befinden ist grundsätzlich mit einem Übermaß an allem Notwendigen ausgestattet, nur dass der verblendete Geist der Gier, dem Menschen diese kostbare Wirklichkeit vorenthält.
Erst viel später lernte ich, dass mit dem „täglichen Brot“, nicht nur das körperliche Nahrungsmittel gemeint war, sondern die Nahrung der „Inspiration“.
Einfach zu verstehen, welchen Anteil die Inspiration am täglichen Energiehaushalt des Menschen nimmt, wird es, wenn wir uns verdeutlichen, wie
sehr die tägliche Energie des Einzelnen Einfluss auf den Tagesablauf nimmt. Es gibt kaum etwas, sogar im physischen Bereich, außer der Natur selbst natürlich, was nicht direkt an die kreativen Kräfte des Menschen gebunden ist.
Habe ich also gut geschlafen, fühle mich regeneriert und mit den Herausforderungen des Tage in Einklang, sprudele ich schon mal leicht mit Energie und Tatendrang.
Während das die einfachen, alltäglichen Auswirkungen einer inspirierten Existenz sind,
lassen sich diese um ein Vielfaches steigern, wenn ich sie durch die „richtigen“ Informationen fördere.
Ich hatte, in einem anderen Brief an Euch bereits erwähnt, welch tiefe Bedeutung sich in dem Wort „Information“ verbirgt. Der menschliche Geist lässt sich durch das visuell, akustisch, oder sensuell Aufgenommene formen. Die In-formation bringt uns in Form!
Betrachten wir das, in Form von Information Aufgenommene also als „Nahrung für den Geist“, rüsten wir uns mit einem Maßstab,
der die Auswahl der vielen, angebotenen Informationen um ein Vielfaches erleichtert, und somit ein „Gute Laune“ Gefühl im Leben zu fördern vermag.
Außerdem trainieren wir durch die bewusste Auswahl dessen was wir bereit sind aufzunehmen die Loslösung von unseren eigenen Gedanken.
Wir sind nicht unsere Gedanken!
Wir sind das, was die Fähigkeit zu Denken in das Leben unserer individuellen Identität bringt. Wir sind, unabhängig von den Ereignissen unserer Vergangenheit ein „Wunder“,
was sich in den ewigen Augenblick der Existenz manifestiert!
Mit herzlichen Grüßen aus der Stille des Waldes,
Richard C Rickert