Der Wert des Menschen
Wie leicht viele von uns sich aufgrund schulischer Bildung und Prägung, und der darauffolgenden beruflichen Karriere, von der Gesellschaft in ihrer Weltsicht prägen lassen, ist den meisten von uns geläufig.
Nicht aber schon immer dominierte ein materialistisches
Weltbild die Wahrnehmung des Menschen. Besonders erst, seitdem der französische Philosoph René Descartes die getrennte Sicht von Geist und Materie offiziell machte, bezieht sich unsere Wahrnehmung in erster Linie auf die materielle Welt, und sucht alle lebendigen und ursprünglichen Abläufe damit zu erklären.
Wozu das global geführt hat, brauche ich hier nicht weiter zu erklären. Allein die als Trennung wahrgenommene Sichtweise einer materiellen Wirklichkeit, erzeugt rücksichtslose
Ausbeutung der Umwelt, als auch eine zunehmende Depression in unserer Selbstwahrnehmung.
Meinem Weltbild entsprechend liegt der Wert des Menschen in seiner Existenz selbst. Unabhängig von gesellschaftlich unterstützen Werten, deren Maß immer bei Wohlstand und Anerkennung endet, liegt der wahre Wert des Menschen allein in seiner Lebendigkeit.
Diese kommt mit ihm/ihr in die Welt und drückt ihre lebendige Qualität so lange aus, wie das Leben andauert.
Das Leben ist ein
Geschenk. Von wem auch immer. Und seine Kostbarkeit liegt jenseits allen Fassungsvermögens.
Jedes Leben, jeder Augenblick jedes Lebens, ist in seiner Komplexität unfassbar, und unsere Aufgabe als Mensch liegt darin, zu entdecken wer und was wir sind!
Herzlich, Euer
Richard C Rickert