Dieses ist eine Nachtaufnahme des Feuers vom höchsten Berg der Gegend. Noch bläst der Wind für uns von Süden nach Osten (weg von uns). Außerdem ist Regen zu erwarten. Wir beten und bleiben wach!
Die glückliche Konsequenz des genauen Hinschauens
Es ist die Art und Weise wie wir die Welt sehen, die uns erlaubt, oder verhindert, die Essenz des Eigentlichen im Alltag zu
erkennen.
Darauf jedoch, so meine ich, kommt es an.
Sobald wir in die tägliche Kontrollfunktion fallen und uns der Annahme übergeben getrennt vom Rest allein unser Überleben sichern zu müssen, verlieren wir uns im Strudel der Anforderungen.
Der Eine meistert das besser als der Andere, erfährt dadurch offensichtliche Vorteile und kann sich ein privilegiertes Leben schaffen. Innerlich jedoch erleidet er den gleichen Schmerz der Trennung.
Mit Trennung spreche ich
hier von der isolierten Wahrnehmung der Persönlichkeit, getrennt vom Kontext, in welchem diese lebt. Wir finden uns als getrennt von der Welt in der wir leben, getrennt von anderen und in der Tiefe unseres Selbstverständnisses sogar getrennt von uns selbst.
Diese durchaus moderne Anomalie ist als Depression bekannt.
Das Leben selbst, welches uns das Gefühl einer Persönlichkeit erlaubt, erstellt durch die harmonische Zusammenarbeit von Myriaden von Zellen und Kleinstlebewesen
unseren Körper. Während etwa 25tausend Gene unser menschliches Erbgut ausmachen, kommen etwa 20Millionen Gene von diesen Kleinstlebewesen. Rein biologisch sind wir also das Resultat einer Vielvölkergemeinschaft. Das anzuerkennen allein, führt zum nötigen Respekt diese Gemeinschaft mit dem zu füttern, was ihr guttut.
Darüber hinaus sind wir so glücklich, ein sich selbst reflektierendes Bewusstsein zu beherbergen.
Vor nicht langer Zeit hätte ich in Bezug auf das Bewusstsein noch
geschrieben es „unser Eigen zu nennen“. Das jedoch trifft, nachdem was ich heute weiß, nicht so recht zu. Alles ist ein Geschenk, und besonders das Geschenk des Bewusstseins wird uns, wie aller anderen Existenz, als wesentliche Beigabe zum „Licht der Welt“.
Es ist die Grundlage für alles zu sein.
Bewusstsein ist die Grundlage aller Erfahrung.
Es ist die Voraussetzung von dieser Erfahrung zu wissen und bringt alles hervor.
Ich denke durchaus an alles was unsere
Welt ausmacht, wenn ich von dem spreche was das Bewusstsein hervorbringt. Allein ohne es, könnten wir die Erfahrung der Existenz gar nicht machen.
Warum wir dennoch davon ausgehen, dass Bewusstsein auf die Funktionen des Gehirns zu beschränken, kann schlichtweg nur als Glaube bezeichnet werden.
Unsere Wissenschaft hangelt sich also an positiven Ergebnissen der Anwendbarkeit voran, um ihrem Glauben an den Ursprung des Bewusstseins in der Materie weiterhin eine unzulängliche
Basis zu geben. Dabei müsste ihre logische Schlussfolgerung diametral anders sein. Keine Erfahrung ohne Bewusstsein, und somit auch kein Forschungsergebnis ohne Bewusstsein.
Wir dürfen also davon ausgehen, dass wenn wir das Licht des Bewusstseins in unser Leben scheinen lassen, anstatt den auferlegten Konditionierungen unserer Gesellschaft zu folgen, dann wird sich die Welt in eine harmonische Einheit verwandeln, die vom Menschen gefördert, ihren Weg dorthin zurückfindet, von woher
sie einst ausgegangen ist.
Mit herzlichen Grüßen aus dem von Feuer bedrohten Australien,
Euer Richard C Rickert