Und hier sieht man mich am Küchentisch sitzend vor dem Gemälde des schlafenden Archies. Wie sensibel sich die Mutter mit dieser Darstellung in die Traumwelt des Kleinen fühlt!
Selbsterkenntnis
Aufgrund meiner eigenen Obsession mit dem, was man als Selbsterkenntnis bezeichnen könnte, bin ich natürlich immer wieder geneigt darüber zu schreiben.
Warum wir von diesem, im Grunde sehr
natürlichen Lebensansatz im laufe der Zeit abgerückt sind, liegt in der Geschichte zwar offen, ist mir aber trotzdem gewissermaßen ein Rätsel. Immerhin liegen die von uns hochgehaltenen Grundwerte der Menschlichkeit an den Wurzeln unserer Identität.
Nennen wir also zuerst einmal unsere Grundwerte beim Namen:
Liebe, Freiheit, Friede, Schönheit und Glück
Wir alle schätzen diese Werte, suchen aber intuitiv besonders nach dem, was uns glücklich macht. Ja, sogar die kleinen
Dinge können damit erklärt werden:
Wir essen Eis, schauen uns suchend um, verlieben uns in ein Gegenüber und vieles, vieles mehr, alles, um dem Bedürfnis nach Glücklichsein gerecht zu werden.
Das diese Grundwerte, und mit ihnen eben auch das Glücklichsein, an den Wurzeln dessen liegt, was wir sind, kommt uns, bei entsprechend ablenkender Lebensweise nur sehr selten in den Sinn.
Was also sind unsere Wurzeln?
Es muss sich bei diesen um mehr als unsere Persönlichkeit
und dem uns zugeteilten Besitz handeln. Denn beides befindet sich, der Natur entsprechend in Fluktuation, in ständiger Veränderung.
Das jedoch als was wir geboren wurden, bezieht sich auf einen Grundzustand der über unser gesamtes Leben derselbe bleibt. Wir bezeichnen ihn mit „Ich“, wissen jedoch in aller Konsequenz nur selten, was das eigentlich bedeutet.
Bitte versteht, dass ich hier etwas sehr Einfachem eine übergeordnete Rolle einräume, weil es tatsächlich so ist, dass es
den Schlüssel dazu bietet, alle menschlichen Probleme grundlegend zu lösen.
Das sind hochgesteckte Ansprüche.
Können wir diesen gerecht werden?
Das liegt natürlich allein im Auge des Betrachters. Ich auf jeden Fall will mein Bestes geben, um die Grundlage eines sicheren Verständnisses für den Leser zu schaffen.
Bleiben wir also bei der Einfachheit!
Das, was wir „Ich“ nennen, ist untrennbar mit dem Bewusstsein, mit der bewussten Wahrnehmung verbunden. An
dieser Stelle ist es nicht zu früh zu sagen, dass es nicht nur mit der bewussten Wahrnehmung verbunden ist, sondern es ist die bewusste Wahrnehmung. Ohne Bewusstsein kein „Ich“.
Gehen wir also davon aus, dass Bewusstsein nicht den Funktionen unseres Gehirn entspricht, sondern dass es dem Gehirn diese Funktionen verleiht, machen wir es zum Grundelement aller Existenz.
In diese Existenz wurden wir nicht irgendwann einmal erschaffen, oder gingen aus dieser allein evolutionär
hervor, sondern werden gegenwärtig und präsent, kontinuierlich in den lebendigen Augenblick generiert von dem, was wir Bewusstsein nennen.
Es ist die Grundfunktion aller Existenz. Nicht wir haben Bewusstsein, sondern Bewusstsein hat uns, und Tiere, und Pflanzen, und Steine und ganze Universen. Bewusstsein ist der dimensionslose Zustand über den das, was wir Gott nennen mit uns verbunden ist.
Der letzte Satz trifft natürlich hier nur einen Bruchteil der ganzen Wahrheit. Aber
lassen wir es dabei.
Mehr von dem mitzubekommen, was wir mitbekommen, führt automatisch zu einem befriedigendem Leben.
Alles Liebe für Euch, bis nächste Woche.
Euer Richard C Rickert