Eine grundlegende Befreiung…
Stellen wir uns einmal den Zustand vor, indem wir sind, wenn wir völlig angstfrei die Gegenwart des Lebens genießen. Und stellen wir uns nun vor, dass dieser Zustand die Grundeinstellung unseres Lebens beschreibt.
Das würde bedeuten, dass wir zu jeder Zeit eine empfangende Rolle einnehmen können. Das wir entspannt Dinge, Personen und Situationen auf uns wirken lassen
können, ohne unsere Identität in das Ergebnis dieser Erfahrung zu investieren.
Was also können wir tun, um diesen Grundzustand dauerhaft zu erreichen.
Eine sehr einfache Übung dazu ergibt sich aus der Erkenntnis, dass egal wo wir auf dem Planeten Erde sind eine Erfahrung auf uns warte. Die allermeisten dieser Erfahrungen sind nicht bedrohlich und sollten deswegen auch keine angstvolle Verspannung verursachen.
Nehmen wir doch einfach einmal das Beispiel der
Einkaufsstraße, durch die wir gehen, um einzukaufen. Anstatt jedoch allein unserer Liste zu folgen, nehmen wir uns die Zeit stillzustehen. Wir bleiben also stehen und lassen die Dinge urteilsfrei auf uns einwirken.
Dabei stellen wir in den meisten Fällen fest, dass wir, obwohl wir in einer unbedrohten Situation stillstehen, unser Inneres, unsere Gedanken und Gefühle einen ganz eigenen Film ablaufen lassen. Auf diesen reagieren wir körperlich zum Beispiel in dem wir uns
verkrampfen.
Das müssen natürlich keine schmerzhaften Muskelverzerrungen sein, sondern kleine, subtile Anspannungen, die aber völlig ausreichen um uns von uns selbst, und damit von unserem natürlichen Grundzustand zu trennen.
Vorwegnehmend will ich hier einmal den natürlichen Grundzustand wie folgt beschreiben:
Alle, von uns Menschen besonders geliebten Qualitäten, wie zum Beispiel die Liebe, der Friede, Freiheit, Harmonie und Glücklichsein; die Qualitäten also, deretwegen wir
leben, die zu erreichen wir tatsächlich alles tun, bilden den Grundzustand, in dem zu sein wir uns kontinuierlich sehnen.
Dieser wird – wie die meisten von uns wissen – durch viele Einflüsse, besonders die, welche wir als Kind aufnehmen, verschüttet.
Als Reaktion darauf tragen wir dann zunehmend eine kleine bis sehr schwere, körperliche Verkrampfung mit uns herum. Diese ist unmittelbar und sehr praktisch in unserem Körper wahrnehmbar.
Wenn wir das einmal so erfahren
haben – und für die meisten von uns ist das eine Frage des Zulassens – dann bieten sich die lösenden Übungen von ganz allein an.
Die Aufgabe ist es, egal wo wir uns derzeit aufhalten und besonders im öffentlichen Raum, im Supermarkt, in der Einkaufsstadt, bei Veranstaltungen usw., innerlich einen Schritt zurückzutreten, um klar und ohne Involvierung wahrzunehmen was gerade geschieht. Jede Art von Erfahrung kann so eine Aufwertung in unserem Leben erfahren und damit dem Leben eine
besondere Note des Erlebens verleihen.
Gleichzeitig werden wir aufmerksam auf unseren eigenen Körper, in welchem wir mehr oder weniger verspannt die Zeit unseres Lebens verbringen. Und dann nehmen wir Einfluss auf unseren Grundzustand. Wir atmen ruhig, fühlen in unseren Körper hinein und entspannen. Gleichzeitig wird uns bewusst, dass es keinen Grund für diese momentane Anspannung gibt. Wir werden frei und finden zum Grundzustand der menschlichen Existenz zurück.
Je öfter wir
das tun, desto grösser der spürbare Erfolg.
Wir werden frei, friedlich, liebevoll, achtsam und glücklich.
So einfach! Man muss nur dran bleiben.
Herzlich, Euer
Richard C Rickert