Liebe Freunde
Ich möchte heute mal auf eine unserer Grundeigenschaft eingehen. Gerade saß ich am abendlichen Lagerfeuer und die züngelnden Flammen inspirierten mich zu folgenden Gedanken.
Wie schon früher einmal erwähnt besitzt der Mensch als Anlage, ähnlich fixierte Bedürfnisse wie das Eichhörnchen oder der Maulwurf. Weder das Eine noch das Andere würde die Anlagen des Anderen freiwillig übernehmen, nur um einer Laune gerecht zu werden. Beide Spezies sind ihren Anlagen verpflichtet und folgen ihnen intuitiv.
Eine der menschlichen Anlagen, auf die ich hier besonders eingehen möchte, ist die Kreativität. Meinem Verständnis nach ist jeder Mensch auf die ein oder andere Weise mit dieser Fähigkeit ausgerüstet.
Ich spreche hier nicht unbedingt von den kreativen Künsten, für welche man vorwiegend die Hände zur Umsetzung gebraucht.
Die Form der Kreativität des Geistes ist bei weitem weiterverbreitet, ohne dass der ausführende Mensch unbedingt weiß, dass er damit beschäftigt ist. Er denkt und fühlt in jedem Augenblick und trägt damit zur Gestaltung der Lebensentwicklung unmittelbar bei.
Das ist ein äußerst interessanter Umstand, den wir unbedingt näher beleuchten sollten.
Wir leben in einer geistigen Welt!
Warum die Analyse der Materie diese These unbedingt unterstützt, will ich gern noch einmal in einer späteren Erläuterung anzeigen. Gehen wir nun aber erstmal davon aus, dass wir in einer geistigen, in einer, auf geistigen Aktivitäten beruhenden Welt leben.
Das bedeutet, dass Gefühle und Gedanken, welche ja Energie in geistiger Form sind, in direkter Verbindung mit der Welt stehen, in welcher der Mensch lebt.
Somit lassen sich, erfahrungsgemäß Manifestationen geistiger Kreativität in die materielle Form umsetzen. So beruht z.B. die Entwicklung eines Stuhls auf der geistigen Kreativität des Designers. Viele, rund um den Globus verteilte Völker
erzählen von viel weiter reichenden, geistigen Fähigkeiten des Menschen.
Für die Ausübung dieser Form der Kreativität bedarf es allerdings einer direkten Beziehung des Menschen, zu dem was ihn in die lebendige Gegenwart erschafft.
Wir sind uns einig, dass die unfassbar
umfangreichen Prozesse, welche millionenfach in jedem Augenblick in unseren Körpern stattfinden, nicht von dem kontrolliert werden, was wir als unsere Person bezeichnen.
Die Dimension unserer Welt, der Dualität – hoch/tief, heiß/kalt, kurz/lang, geben/nehmen usw. – schafft dabei die Notwendigkeit, als gegenwärtig, individuell auftretende Form (Mensch) mit der Einheit, aus der sie stammt, in bewusste Beziehung zu
treten.
Diese Beziehung, kann sich lebendig, aufgrund der bestehenden Größenverhältnisse und Abhängigkeiten, nur in Dankbarkeit ausdrücken. Zeige ich mich bereit Dankbarkeit zu empfinden, was bedeutet, dass ich mich entspanne und mich dem Prozess anvertraue, den diese „Geistige Quelle“, über die Funktionen des Körpers hinaus für mich vorgesehen hat, dann erreicht mein Leben eine erweiterte Form der
Harmonie.
Genauso setzt sich die geistige Kreativität unserer Wünsche in natürlicher Weise um!
Die Betonung liegt hier auf „natürlich“. Der Natur entsprechend, treten die Erscheinungsformen (Stein, Pflanze, Tier, Mensch, Elemente usw.) miteinander in Beziehung, nähren ihre Existenz voneinander und dienen ihrem Schicksal. Die Grundlage
ist das Bewusstsein, welches sich überall gleichzeitig in verschränkter Harmonie, durch den Ausdruck in der materiellen Welt, manifestiert.
Die geistigen Anlagen des Menschen stellen somit ein Fragment der Kreativen Energie des Formlosen Geistes dar. Dennoch birgt dieses Fragment (der Mensch) das ganze Potential dieser kreativen Energie in sich. Der Umstand wird deutlich, wenn aufgrund unserer natürlichen
Entwicklung, die Fähigkeit kreativ zu manifestieren wächst.
Über Jahrtausende überlieferte Geschichten deuten an, dass dem offensichtlich keine Grenzen gesetzt sind.
Ich wünsche Euch allen das dazu benötigte Vertrauen in die uns gegenwärtig erschaffende Quelle. Je eindeutiger dieses Vertrauen wird, desto größer wird auch die Hingabe
an ihren Willen, welcher durch uns eine Form der Entfaltung findet.
Ganz herzlich,
Euer Richard C Rickert
Und hier noch ein paar
Beispiele von Kreativität, wie sie sowohl der geistigen, als auch der handwerklichen Arbeit bedarf. Von den rein geistigen Formen, lassen sich so schlecht Fotos machen :)