Meine geliebten Freunde,
Nur weil ich weiß, dass Ihr da seid, kann ich über das schreiben, was Ihr selbstverständlich schon wisst, und immer gewusst habt. Wir alle wissen es,
und doch scheinen wir so konzipiert, dass wir es, unserer Natur entsprechend, vergessen.
Schon vor zweitausend Jahren soll ein Meister gesagt haben: „Kommt zusammen in meinem Namen, um Euch dessen zu erinnern, der ihr seid!“
Es ist tatsächlich diese Erinnerung derer es bedarf, um am wahren Leben teilzuhaben. Zu groß ist die Ablenkung der
materiellen Welt, und zu sehr sind wir darauf trainiert ihr zu dienen. Immer wieder verwechseln wir die materielle Wirklichkeit mit unserer Aufgabe zu erkennen, wer wir sind.
Sprechen wir einmal über die Zeit.
Sie existiert im Grunde nur, weil wir über sie denken. Das tatsächliche Geschehen des Lebens kommt immer nur als „Jetzt“.
Damit ist die Gegenwart die einzig wahre existente Zeit. Während die Vergangenheit unwiderrufbar hinter uns zu liegen scheint, kam sie, als sie unsere Geschichte bestimmte, als Gegenwart. Ähnlich ist es mit der Zukunft. Wir stellen uns sie vor. Eine Vor-Stellung ist etwas, was wir in Gedanken vollziehen, während die Gegenwart davon unberührt an uns vorbeizieht. Zwei wesentliche Umstände, welche die Zukunft betreffen sind, dass sie, unter Umständen niemals zur Gegenwart wird, und dass sie,
ähnlich wie die Vergangenheit, die einzig wirkliche Zeit, die Gegenwart, an uns vorbeiziehen lässt. Tatsächlich beeinflussen können wir auf Grund des Gesetzes von Ursache und Wirkung die Zukunft allein in der Gegenwart. Zieht diese jedoch teilnahmslos an uns vorbei, weil wir uns tagträumend in einer „nicht existierenden Zeit“ befinden, setzen wir auf eine von uns unbeeinflusste Zukunft. Wir waren, sozusagen, für die Setzung der schöpferischen Ursache nicht zu Hause.
Natürlich hat die Gegenwart unglaublich viel mehr zu bieten als das Setzen einer Ursache. Der „Formlose Geist“ manifestiert sich in dieser Gegenwart, und zwar allein in der Gegenwart. Auch die Zukunft kommt als diese eine Gegenwart, so wie es die Vergangenheit auch schon getan hat. Dabei liegt selbstverständlich in der Gegenwart unvergleichlich viel mehr für uns zu schöpfen als in irgendeiner imaginären Zeitform. Der „Formlose Geist“ ist
unmittelbar, das heißt, nicht vermittelbar und ohne jegliche Form der Vermittelbarkeit, mit uns verbunden. Wir sind, sozusagen, ein Ausdruck dieses „Formlosen Geistes“, der intelligent und selbstverständlich auch sehr persönlich sein kann. Ganz wie wir es bedürfen.
Was heißt das?
In der traditionellen christlichen Erziehung brachte man uns
bei, dass Gott überall ist. Wie soll ich mir das vorstellen? Warum überhaupt muss ich mir das vorstellen können? Natürlich, weil ich eine Beziehung zu dem brauche, was ich bin. Denn ohne das, was ich bin, bin ich nichts.
Denken wir dabei an die Grundfunktionen unseres Körpers. Wir beziehen uns auf unsere materielle Erscheinung so ausschließlich, dass wir uns nicht vorstellen können ohne Körper irgendetwas zu sein.
Führen wir uns also die Grundfunktionen wie Herzschlag, Atem und Verdauung vor Augen, erkennen wir ohne Umschweife, dass wir weder die Verursacher dieser Funktionen sind noch die direkten Kontrolleure. Alles funktioniert unmittelbar. Der „Formlose Geist“ manifestiert die Blaupause des Lebens mittels der Existenz, durch die wir in Erscheinung treten.
Vollkommener Weise beinhaltet diese auch die Illusion des „Freien
Willens“. Nicht etwa, dass wir ohne diese Illusion die sein könnten, die wir sind. Wissenschaftlich jedoch ist, dass uns bewusste Entscheidungen, also Gedanken die im sogenannten Frontlappen unseres Gehirns auftauchen, schon bis zu sieben Sekunden vorher in anderen Teilen unseres Gehirns getroffen wurden.
Ist das beschämend für unseren Intellekt?
Nur wenn wir geistig nicht weit genug entwickelt sind die Wirklichkeit des Lebens in der Gegenwart zu akzeptieren, und uns dazu aufmachen dem Leben zu dienen.
Solange wir glauben die Zukunft aus der Vergangenheit aus eigener, persönlich erzeugter Energie zu ent-wickeln, treiben wir am eigentlichen Fluss des Lebens vorbei. Der Fluss des Lebens selbst umspült uns mit Bewusstsein. Bewusstsein
allein bedeutet Gegenwart. Ohne Bewusstsein keine Welt, keine Gegenwart, keine dauerhafte Liebe und schon gar kein Friede in der Welt.
Werden wir uns also bewusst, bewusst zu sein und tun wir das von ganzem Herzen!
Das ist die Liebe, die uns verbindet. Und auch die digitale Form der Kommunikation ist Teil dieser
Entwicklung.
Fühlt Euch umarmt!
Herzlich,
Richard
Und hier noch ein paar Bilder aus meiner gegenwärtigen Situation: