Im Hier und Jetzt
Das Thema ist immer
eindeutig. Hier und Jetzt beschreibt die Ereignisse, Gedanken und Gefühle, die ich als direkte Verkörperung der schaffenden Quelle habe. Werden diese von meinem vergänglichen Geist gespeist, oder hat der große, schöpferische Geist einen Zugang zu mir?
Oder auch: Wer bin ich denn überhaupt?
Denn wie bewusst mir dieser Zusammenhang in diesem Augenblick ist, macht das Ergebnis zwar in seinem Ursprung nicht weniger wertvoll, aber radiert den persönlichen, wie auch den sozial positiven Erfolg vom Papier.
Ich selbst fühlte mich, beeinflusst von den Lektionen der Nachkriegszeit, im meinem Wunsch das Leben zu verstehen, schon immer zu den „dunklen Plätzen“ der menschlichen
Vergangenheit hingezogen.
So besuchte ich verschiedenste Archive und Orte an denen die Spuren der unbewussten, entfremdeten Aktionen menschlicher Verblendung sichtbar und spürbar sind.
Hier in Australien nun bekam ich das Buch eines Amerikaners in die Hand mit dem Titel: Even Darkness Sings ( Sogar Dunkelheit
singt)
Er, beruflich als Autor verpflichtet, reiste mit Frau und Tochter viele Jahre um die Welt um Orte menschlicher Verblendung und Grausamkeit aufzusuchen.
Ihr fragt Euch vielleicht, was das wohl mit meinem Alltag in Australien zu tun hat?
Nun, die Schönheit der
Welt wird durch das von Unbewusstheit benommene Verhalten des Menschen nicht im Geringsten beeinträchtigt.
Allein dieser Umstand sollte zu erkennen geben, dass es in der Verantwortung eines Jeden selbst liegt, wach zu sein, oder sich durch eine Ideologie verblenden zu lassen.
Die Tendenz das wir uns ideologisch orientieren, liegt wohl
im Wunsch einer Familie anzugehören.
Für mich stellt sich das wie folgt dar:
Die Einheit aus der wir kommen, ersetzt sich durch das Mutter-Kind Verhältnis. Dann kommt der Vater dazu und der Rest der Familie.
Der menschliche Wunsch der Zugehörigkeit reflektiert sich weiter durch die Aufnahme in Schulklassen, Klicken, Sportvereine und kumuliert in der Zugehörigkeit zu einer Nation.
In jeder dieser Positionen wenden wir uns einer Seite zu und von der Anderen ab. Wie sich geschichtlich zeigt sind wir für die Zugehörigkeit sogar bereit andere zu töten.
Ihr werdet mir alle zustimmen, dass es sich für diesen Umstand allein lohnen muss zu erkennen, was wir darüber hinaus sind. Die Qualität dessen sollte so sein, dass wir einerseits unserem Bedürfnis der Zugehörigkeit gerecht werden können, und andererseits es vermeiden, uns gegen einen Dritten zu wenden, um unserem Bedürfnis gerecht zu werden.
Und damit sind wir dann auch schon wieder beim Kern unseres Anliegens. Was ist es, was uns global und über alle Grenzen einigt?
Wir alle nehmen Bezug auf die eine Lebensquelle!
Gehen wir davon aus, dass alle Erscheinung ureigens auf sie zurückzuführen ist, liegt es nahe ihre Natur zu verstehen.
Sie ist bewusst und allgegenwärtig. Und weil sie das ist, muss sie sich, um sich selbst reflektieren zu können, von sich selbst scheinbar trennen und vergessen wer sie ist. Der Mensch in seiner Ent-Wicklung hat inzwischen die Fähigkeit seine wahre Identität im Bewusstsein zu erkennen.
Als individueller Mensch, vergisst diese Quelle zwar vorübergehend wer sie ist, verändert dadurch jedoch nicht die Tatsache, das sie
zu sich selbst erwachen kann.
Das Erkennen, das es tatsächlich ohne Bewusstsein keine Welt gibt, sollte Rechtfertigung genug sein, um dem Bewusstsein eine primäre Rolle einzuräumen. Ja, selbst wissenschaftliche Ergebnisse – die ja schließlich auf der Ebene der sogenannten Materie gewonnen werden – sind auf den Einsatz des Bewusstseins angewiesen, um entdeckt und übermittelt zu werden.
In den sogenannten „Hard Questions“ der Wissenschaft, beschäftigen wir uns zuallererst mit der Frage: Woraus besteht das Universum?
Die eindeutige Antwort der Wissenschaft darauf heißt: Wir wissen es nicht!
Die zweite endscheidende Frage ist: Wie kann Bewusstsein aus Materie
entstehen?
Wir gehen also davon aus, dass Materie die Grundlage der Existenz ist, und das obwohl wir nicht wissen woraus das Universum besteht!
Soweit zur Kompetenz der Wissenschaft diesbezüglich.
Kein
Mensch würde sich je um Philosophie oder sonstige Geisteswissenschaften kümmern, wären wir nicht von dem Grundbedürfnis getrieben glücklich sein zu wollen.
Es handelt sich um ein Grundbedürfnis, ähnlich dem der Zugehörigkeit.
Ich wage nun einmal zu behaupten, dass sowohl das Eine, als auch das Andere Grundbedürfnis durch die Identität
mit dem was bewusst ist befriedigt wird.
Ja, wesentlich mehr als das!
Nicht nur zeigen wir dadurch die Tendenz grundlegend glücklich zu sein, sondern unser Bedürfnis der Zugehörigkeit bezieht sich plötzlich auf eine universelle Ebene.
Dadurch können schließlich Kriege ausgeschlossen werden!
Wenn ich jetzt hier anfangen wollte alle positiven Konsequenzen aufzulisten, würde mein Newsletter sicher einen endlosen Charakter annehmen.
Seid doch bitte so gut und kommentiert meine Worte in der ein oder anderen Weise. Ich hätte so gern gewusst, ob ich über Eure Aufnahmefähigkeit hinaus schreibe, oder mich im durchaus verständlichen Bereich bewege. Danke!
Herzlich,
Richard C
Rickert