Und hier der Text, der zwar wenig mit meinen äußeren Dasein zu tun hat, mir aber dafür um so mehr am Herzen liegt:
Trauma - ein spiritueller Ansatz der
Lösung
Immer wieder hören wir von Menschen, die mit Krankheiten konfrontiert sind, deren Auswirkungen wir medizinisch bisher nur auf materieller Ebene behandeln können. Was wir also als Gesellschaft, als Verbund menschlicher Lebensweisen machen, beschreibt den Versuch, unsere Maxime des materiellen Verständnisses der Welt, auf die körperliche Erscheinung zu
übertragen.
Natürlich, wir essen gesund, um eine „bessere Lebensqualität“ zu haben. Wir bewegen uns, kaum dass wir es noch müssten, um schmerzfrei älter werden zu können. Und all diese Maßnahmen zeigen definitiv effektive Verbesserungen unserer Lebensqualität.
Was wir jedoch, aufgrund unserer materiellen Fixierung, völlig außen
vorlassen, ist die Realität, dass Gedanken und Gefühle die Ursachen für biochemische Verbindungen bilden, welche unser Gehirn als Reaktion auf diese hervorbringt und in alle Bereiche des Körpers ausschüttet.
So spielt, zum Beispiel, die entspannte Durchlässigkeit eine wesentliche Rolle in der Verarbeitung unserer Gefühle. Beides, sowohl Gedanken als auch Gefühle sind ein Ausdruck von Energie, welche ursächlich dafür
verantwortlich ist, sich auf die ein oder andere Weise zu zeigen.
Situationen die wir als Mensch konfrontieren, egal welchen Ursprungs, sind zunächst einmal neutral. Je nachdem in welchem Verhältnis ich zu diesen Ereignissen stehe, perlen sie an mir ab, oder durchfahren mich mit einer Sensation von Freude, Angst oder vielleicht auch Horror.
Der Eindruck, den sie hinterlassen, ist abhängig von meiner Fähigkeit mit ihnen umzugehen.
Wichtig im Leben, scheint mir die Notwendigkeit anzuerkennen, dass meine Existenz als menschliches Wesen, nicht nur eine bescheidene Auslegung der gesamten Realität umschreibt, sondern fest in den Größenverhältnissen des Universums verankert
ist. Wir, als Mensch, sind ein Teil des Ganzen und reflektieren in uns, und durch unsere Lebensweise, die uns prägende Wirklichkeit.
Dabei verliere ich als ein mikroskopischer Teil des Ganzen keineswegs an Bedeutung. Ich muss aber, durch dieses Verhältnis des Universums zu dem, was ich darin bin, davon ausgehen, dass das, was mich als Einheit in die Gesamtheit der Welt manifestiert, von übergeordneter Rolle
ist.
Albert Einstein hinterließ uns die Frage: „Wir dürfen uns entscheiden, ob wir in einem freundlich gesinnten oder feindlichen Universum leben?“
Die entsprechend folgernde Grundeinstellung befähigt uns, konfrontierte Situationen, als ursprünglich und mit höchstmöglicher Entspanntheit zu erleben.
Diese Entspannung, ermöglicht dem „Tanz“ der Energie durch unseren Körper, eine barrierefreie Bühne!
Führen wir uns einmal vor Augen, wie unsere körperliche Erscheinung als Mensch aktiv konfiguriert ist. Bis zu Zehnmillionen Zellen werden sekündlich neu geboren und sterben in ähnlichen Menge ab. Energie in jeglicher Form fließt in uns und durch uns, wandelt sich in
Muskelkraft, Gedanken und Gefühle um, und ermöglicht uns, über unsere Sinne mit der Außenwelt zu kommunizieren.
Was nun findet in uns statt, wenn uns Situationen ereilen, denen wir uns resistent gegenüberstellen?
Die Energie der Erfahrung dieser Situation, dringt zunächst, über unsere Sinne, in den Körper ein. Dagegen können wir kaum etwas
tun, wir sind der Situation ausgeliefert.
Die, durch die Erfahrung erzeugte Energie drückt sich sodann in Form von Gedanken und Gefühlen aus und verbindet sich mit den sensorisch, aufgenommenen Ein-Drücken.
Je nachdem wie entspannt wir die Erfahrung durch uns hindurchfließen lassen können, nimmt der Eindruck, den sie hinterlässt,
einen größeren oder kleineren Stellenwert ein.
Gehen wir nun auf die erwähnten Traumata ein.
Eindrücke, Situationen und Erfahrungen, zu denen wir nicht bereit sind, die uns aber nichtsdestotrotz ereilen, dringen in
Form von Sinneseindrücken in uns ein. Diese lösen Gedanken aus, erzeugen Gefühle und sind so an den verschiedensten Orten unseres Körpers gegenwärtig.
Folgt unsere Reaktion, der von der Erfahrung erzeugten Angst, zeigen wir also die Tendenz diese Erfahrung nicht machen zu wollen, blockieren wir die erzeugte Energie. Sie ist, als Erfahrung, schon jetzt in uns eingedrungen und nimmt in Form von Verhärtungen oder
Einschränkungen in den Funktionen unseres Organismus Form an.
In Reaktion darauf, und der Gewohnheit, unser Leben alleinverantwortlich meistern zu wollen, verhindern wir durch unseren eingesetzten Willen, den reibungslosen Durchlauf der Erfahrungsenergie, und erzeugen damit das sogenannte Trauma.
Die Energie fließt nicht durch unseren
Körper, sondern bewegt sich dauerhaft innerhalb desselben.
Jedes Mal nun, wenn wir ähnlich sensorischen Eindrücken ausgesetzt sind – im Alltag auch als „Trigger“ bekannt – macht sich das „Trauma“ aufs Neue bemerkbar, indem ein biochemischer Cocktail die gleichen Körperzonen stimuliert und wir fühlen, was wir schon zur Zeit der Entstehung des Traumas gefühlt haben.
Prozesse, die sich so über viele Jahre wiederholen, sind in der Lage körperliche Spuren zu hinterlassen. Solche zeigen sich auf die verschiedenste Weise. Muskelschwächen, Atemnot, Krebs, und viele andere, sogenannte Krankheiten mehr.
Das freie, entspannte Leben kennt nur eine Gesundheit. Das auf die Persönlichkeit reduzierte jedoch tausende von
Krankheiten.
Um diese Aussage verinnerlicht zu akzeptieren, müssen wir zunächst verstehen, dass mit dem „Leben selbst“, die Energie gemeint ist, welche als Blaupause aller Erscheinung zu Grunde liegt. Erst mit der Erfüllung dieser Voraussetzung, eines funktionellen, organischen Systems, lässt sich eine Persönlichkeit aufgrund einer persönlichen Geschichte bilden. Erst mit der Identifikation mit dieser
Persönlichkeit, mit der Annahme, dass wir ausschließlich diese Persönlichkeit sind, werden die Voraussetzungen geschaffen, traumatische Folgen anzusammeln.
Damit soll keineswegs gesagt sein, dass es falsch ist eine Persönlichkeit zu entwickeln. Jedoch sollte diese, nach Möglichkeit, auf einem offenen, fließenden, der Natur entsprechenden Muster beruhen. Sobald diese sich jedoch in den eingeschränkten Räumen der
gesellschaftlichen Existenz bewegt, sind die Voraussetzungen Trauma anzusammeln unumgänglich.
Mit anderen Worten:
Um das volle Potential der menschlichen Natur auszuleben, bedarf es der Anerkennung der größeren, allumfassenden und schöpferischen Natur des Geistes, der aller Existenz
zu Grunde liegt.
Erst die Beziehung zu dieser geistigen Ebene ermöglicht es uns entspannt das zu sein, welches zu sein wir in der menschlichen Form geboren wurden. Immerhin bildet diese Verbindung die Voraussetzung, überhaupt eine Persönlichkeit zu entwickeln.
Und, um es nicht zu vergessen, während wir ein persönliches Leben leben,
bleiben wir in erster Linie das Leben selbst, bleiben wir Teil des schöpferischen Geistes. Wir sind tatsächlich die Energie, welche sich in Form aller Existenz gegenwärtig manifestiert.
Die Persönlichkeit mit eigenem Willen ist allenfalls ein vergänglicher Teil unserer Erscheinung.
Für alle diejenigen, welche konstant oder immer
wieder unter den Folgen von traumatischen Ereignissen leiden, hier eine praktische Übung der verschleppten Folgen ledig zu werden:
Lerne die kleinen, alltäglichen Situationen entspannt anzunehmen.
Das Wetter ist, wie das Wetter eben ist. Es ist trocken, es ist nass, es ist
windig und manchmal auch sehr lange heiß. Ob wir uns darüber verkrampfen, indem wir unseren Willen, es so zu nehmen, wie es ist, dagegenstellen, nimmt keinen Einfluss auf dessen Qualität. Wir aber erfahren körperliche Folgen, indem sich Muskeln verkrampfen, organische Funktionen eingeschränkt werden oder zum Beispiel der Blutdruck erhöht oder gesenkt wird. Dauerhaft, ein sehr schlechter Einfluss auf unser Wohlbefinden.
Erleben wir also unseren Körper mit größerer Präsenz!
Bleiben wir in der Entspannung!
Urteilen wir weniger, werden die Folgen dieser Urteile in uns selbst eine geringere Präsenz zeigen. Dabei gilt, dass die kleinen Schritte im täglichen Gebrauch, die großen Schritte, zur Lösung von Trauma,
begünstigen.
Irgendwann dann haben wir solch große, verändernde Schritte getätigt, dass unvorhergesehene Ereignisse kein Trauma mehr hinterlassen können. Wir sind durchlässig, entspannt und der Ursache des Lebens gegenüber voller Vertrauen!
Die beschriebene Technik der
Selbstbeobachtung ist der spirituelle Ansatz, welcher ganzheitlich betrachtet die sogenannte „Psychologische Aufarbeitung“, bei welcher das entstandene Trauma wiederholt besucht wird, ersetzt und weitestgehend überflüssig macht.
Der so praktizierte, spirituelle Ansatz ist für Jedermann zugänglich und öffnet durch seine Folgen die Wege zur „Einen Gesundheit“.
Als Nachsatz möchte ich hier anführen, dass die Erkenntnis des „Großen Ganzen“, der universellen Zusammenhänge, welche uns in die Gegenwart erschaffen, die Grundvoraussetzung bildet. Erst dadurch kann ich mit dem entsprechenden Vertrauen aufwarten, um die Rolle des Selbstbeobachters entspannt einzunehmen.
Herzlich, für uns Alle,
Richard C Rickert