Ihr Lieben, bevor ich also meine spirituelle Erinnerung auf Euch loslasse, hier ein kleiner Einblick in mein gegenwärtiges Leben. Ein Wohnwagen ist wohl ähnlich wie ein Boot. Man fängt mit den Reparaturen an einem Ende an, und wenn man am anderen angekommen ist, geht das Spiel von vorne los. Allerdings betrifft das in meinem Falle nicht ausschließlich die Reparaturen, sondern es gibt auch die ein oder andere Verbesserung. Alles in Allem muss ich sagen, lebe ich, trotzdem ich inmitten der Natur bin, ein sehr komfortables Leben. Bisher war die „Kiste“ noch wie ein Kühlschrank, wenn ich morgens erwachte. Ohne Schlafmütze und Bett-Pullover, war an schlafen nicht zu denken. Seit Neuestem habe ich nun eine Gasheizung, welche morgens in Betrieb genommen, den Wohnwagen in sehr kurzer Zeit auf angenehme Temperaturen
bringt. Um das Ganze zu bezahlen, arbeite ich in der Töpferei, welche ich selbst damals aufgebaut habe, die aber inzwischen meiner Familie allein gehört. Hier stelle ich gegenwärtig Formen für die Ausstattung einer australischen Gaststätte her. Den „Royal Pub“, ein für australische Verhältnisse denkmalgeschütztes Objekt, kauften meine Kinder vor zirka 8 Jahren und setzen ihn seitdem in Stand. Er soll was Besonderes
werden! So, wie die „Pilliga Pottery“, damals mit meiner ersten Frau aus dem, inmitten eines großen Waldes liegenden Pionier-Boden gestampft, für den Tourismus zur „Landmark“ wurde, soll auch der Pub, mit Folklore-Angebot, die Australier von Nah und Fern aus ihren „Löchern“ locken. Alle Projekte, so freue ich mich zu sagen, sind Beispiele
freier Kreativität. Ich hatte als Kind das Glück auf eine Waldorfschule gehen zu dürfen. Dort gilt ein Grundsatz, der sagt, dass für eine optimale Förderung die Kinder bis zum Alter von 7 Jahren nicht mit abstraktem Denken konfrontiert werden. Das hat sich bei mir auf alle Fälle sehr positiv ausgewirkt. So bemühe ich mich also um mein kleines Zuhause, schreibe mit Leidenschaft meine Texte und ziehe zum Ausgleich des Nachmittags in die nahliegende Töpferei. Dort treffe ich dann, neben so einigen anderen, meine geschiedene Frau Maria. Sie hat inzwischen unseren gesamten, vormals gemeinsamen, Besitz in ihrem Namen. Trotzdem schätzen und lieben wir uns als Mensch,
was uns immer wieder als außergewöhnlich reflektiert wird. Tatsächlich war uns das Beiden lange nicht bewusst. Erst Gespräche mit anderen machten klar, dass wir mit diesem Verhalten ein gelebtes Beispiel geben. Heute würde ich sagen: „Die Liebe kennt keine Grenzen, solange sie nicht durch die eingeschränkte Wahrnehmung einer
„Persönlichkeit“ gefiltert wird.“ Wir brauchen vor Nichts Angst zu haben, solange wir uns auf einem Herzensweg befinden. Und hier ein paar Eindrücke meines Alltags: Vorfreude auf den Schlaf. Bett im Wohnwagen. Nach 10km Buschstraße wächst die Neugierde..... und vielleicht auch die Ungewissheit wo man endet. Europäische Einflüsse auf dem Roten Kontinent. Das keltische Drachen-Motiv ist die Arbeit meines Ältesten "Johannes". Und hier nach getaner Arbeit mit den Formen im Hintergrund. Erinnerung an das Wesentliche Da sind wir mit unserem Leben, mit unserer
Geschichte, mit unserem Besitz, den Beziehungen, und oftmals mit dem, was wir aus unserer Vergangenheit mit uns herumschleppen. Was wir tatsächlich wollen, ist glücklich sein, frei sein, das tun wonach uns verlangt und den damit verbundenen Prozess zutiefst zu genießen. Nun findet das Leben ja einzig und allein in dem Augenblick
statt, indem es stattfindet, im „Jetzt“! Stellen wir uns einmal vor, dass das „Jetzt“ in seiner kurzen und knappen Weise das Paradies wäre. Für mich gar nicht so schwierig, wenn ich nur an die überaus umfangreichen Prozesse denke, die in meinem Körper in jedem Augenblick stattfinden. Immerhin liegen diese ja vollkommen außerhalb meiner Kontrolle, schenken mir aber das Gefühl des „Ichs“. Die bis zu Hundertmilliarden Zellen kommunizieren selbstständig miteinander und setzen dafür bis zu Einhunderttausend Signale pro Sekunde ein. Tatsächlich sind diese Zellen, im wahrsten Sinne, kleine Lebewesen, die sich, aus welchem
Grund auch immer, dazu entschlossen haben in perfekter Harmonie miteinander zu koordinieren. Würden wir, als aus dieser Koordination entstandenes „Ich“, im selben Augenblick unsere Verbindungen zur Welt, in der wir leben, auf die gleiche Weise wahrnehmen, so nehme ich an, wären wir dort, wo wir tatsächlich sein wollen. Der allem
zugrunde liegende Geist, oder die Urenergie, lebt also in uns und durch uns genauso intensiv und effektiv, wie sie das tut, wenn sie sich als Zelle manifestiert. Wer sind wir also? Und was nehmen wir von dem wahr, was wir tatsächlich sind? Und Schwupps, sind wir schon wieder beim Bewusstsein. Ohne Bewusstsein, keine Welt, kein Leben, keine Wahrnehmung, keine Freude, keine Erkenntnis…………….. man könnte die Liste endlos weiterführen. Bewusst sind wir, das ist klar. Was aber nun ist es, dass in der Lage wäre uns dieses Bewusstsein näher zu bringen? Nun, alles was wir mit diesem
Bewusstsein wahrnehmen, hat eine objektive Form. Selbst die Luft, welche ich ja nicht sehen kann, zeigt auf der Haut eine Reaktion, wenn sie sich bewegt, oder auch durch ihre Temperatur. Das Einzige, was wir wahrnehmen können, ohne dass es eine Form, eine Dimension, eine Textur oder einen Geruch hätte, ist das Bewusstsein selbst. Schon an anderer Stelle vermittelte ich die Übung der spontanen Frage: „Bin ich jetzt bewusst?“ Die natürliche Reaktion auf diese Frage leitet sich ein durch ein Innehalten, während dem ich mich auf das bewusste Sein konzentriere. Ich schalte für einen noch so kleinen Augenblick die Wahrnehmung der Welt aus, und konzentriere mich auf das, was wahrnimmt. Die antwortende Reaktion sagt: „Ja, ich bin jetzt bewusst!“ Diese eindeutige Erfahrung hat das Potential unser gesamtes Leben zu übernehmen. Die eintretende Veränderung dabei bezieht sich ausschließlich auf die damit einhergehende
Identifikation. Anstatt das wir uns mit unserer Persönlichkeit, mit unserer Geschichte und den damit einhergehenden Erfahrungen identifizieren, machen wir uns das, was diese Erfahrungen überhaupt erst erfahrbar macht zu eigen. Die bewusste Wahrnehmung ist der Urzustand, auf den wir uns kontinuierlich beziehen, ohne ihm auch nur die geringste Aufmerksamkeit zu geben. Die wachsende Erfahrung des Bewusstseins selbst vermittelt uns, dass Alles, unsere gesamte Umwelt dieser geistigen Energie entspringt. Das sie die Grundlage bildet für alles, was existiert. Aus den Worten eines Wissenschaftlers bekam ich folgendes Bild: Auf der nicht materiellen Ebene schwingen die Informationsstrukturen bei sehr hoher Frequenz. Diese Schwingungsfrequenz verlangsamt sich und erreicht die Stufe von 7,8 Herz. Das ist die Frequenz der Erde. Materie wird als solche erfahrbar und wir finden uns in einer scheinbar soliden Welt. Machen wir doch noch einen kleinen Abstecher, und erinnern uns an das, an
was wir uns erinnern wollen! „Die wachsende Erfahrung des Bewusstseins, als etwas, was unabhängig von unserer persönlichen Geschichte, über alle Dimensionen hinaus, uns die Welt und alles sich darin Befindliche schenkt, manifestiert damit einhergehend auch die Glückseligkeit, nach der veranlagt wir suchen!“
Wir lernen, das persönliche Leid als von uns selbst abhängig zu erkennen und entscheiden uns, anstatt weiter zu leiden, für eine veränderte Wahrnehmung. Ja, wir entscheiden uns für unsere eigentliche, unsere wahre Identität, dem Bewusstsein! Ganz herzlich, Richard C Rickert |
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